Leitfaden zum Austausch des Mainboards eines 3D-Druckers: Diagnose, Installation und Fehlerbehebung
Der Austausch des Mainboards eines 3D-Druckers dauert je nach Boardtyp 15–60 Minuten, kostet 39,99–189,99 $ und erfordert bei OEM-Boards lediglich einen Kreuzschlitzschraubendreher – das QIDI X-Max / X-Plus Mainboard (189,99 $) ist in 30 Minuten mit 12 codierten Steckverbindern und vorinstallierter Firmware eingebaut, während Universalboards wie BigTreeTech 45–60 Minuten für individuelle Verkabelung und Firmware-Konfiguration benötigen; bevor Sie ein Board austauschen, testen Sie immer das Netzteil (24 V Gleichspannung), versuchen Sie, die Firmware neu zu flashen, und überprüfen Sie die Anschlüsse, da 30–40 % der Symptome eines „defekten Mainboards“ tatsächlich durch einen Netzteildefekt, lose Kabel oder beschädigte SD-Karten verursacht werden.
Dieser Leitfaden behandelt den vollständigen Austauschprozess für das Mainboard: die Diagnose eines defekten Mainboards (im Vergleich zu einem Netzteil- oder anderen Problem), die Auswahl des richtigen Ersatzboards (OEM oder universell), schrittweise Installationsanweisungen für OEM- und Universalboards, die Kalibrierung nach der Installation, die Behebung häufiger Probleme sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse. Der Leitfaden basiert auf praktischen Erfahrungen beim Austausch von Mainboards in QIDI-, Creality-, Bambu- und Prusa-Druckern und enthält spezifische Anweisungen für das QIDI X-Max / X-Plus Mainboard. Ganz gleich, ob kein Strom vorhanden ist, eine Bootschleife auftritt, der Bildschirm nicht reagiert oder ein Heizungsfehler vorliegt – dieser Leitfaden hilft Ihnen, das Problem zu diagnostizieren und das Mainboard korrekt zu ersetzen.
Schritt 1: Diagnose – Ist wirklich das Mainboard defekt?
Bevor Sie 189,99 $ für ein neues Mainboard ausgeben, müssen Sie bestätigen, dass das Mainboard tatsächlich das Problem ist. Unsere Daten zeigen, dass 30–40 % der Benutzer, die glauben, ihr Mainboard sei defekt, tatsächlich ein anderes Problem haben. Befolgen Sie diesen Diagnoseablauf.
Symptom 1: Kein Strom, keine LEDs, kein Lüfter
Dies ist die häufigste Fehldiagnose. Ein vollständig toter Drucker hat oft einen Netzteildefekt und keinen Mainboarddefekt.
| Prüfen | So testen Sie | Bei Fehler |
|---|---|---|
| Steckdose | Ein anderes Gerät an dieselbe Steckdose anschließen | Eine andere Steckdose ausprobieren / FI-Schutzschalter zurücksetzen |
| Netzkabel | Ein anderes IEC-Netzkabel ausprobieren | Kabel ersetzen (5–10 $) |
| Netzschalter | Mit dem Multimeter den Durchgang über den Schalteranschlüssen prüfen | Schalter ersetzen (5–15 $) |
| Netzteilausgang | Multimeter auf DC 200 V einstellen und zwischen den V+- und V−-Anschlüssen am Netzteilausgang messen | Bei 0 V oder <20 V: Netzteil ersetzen (40–60 $) |
| Durchgebrannte Sicherung auf der Platine | Sicherung auf dem Mainboard einer Sichtprüfung unterziehen; Durchgang prüfen | Sicherung ersetzen (1–5 $), falls vom Benutzer austauschbar |
Wichtiger Fakt: Wenn das Netzteil eine konstante Gleichspannung von 24 V ausgibt, aber auf dem Mainboard keine LEDs leuchten, ist das Mainboard defekt und muss ersetzt werden. Wenn das Netzteil 0 V ausgibt, ersetzen Sie zuerst das Netzteil – es kostet 40–60 $ gegenüber 189,99 $ für das Mainboard.
Symptom 2: Bootschleife / Hängenbleiben auf dem Logo-Bildschirm
Der Drucker schaltet sich ein, erreicht aber nie die Hauptoberfläche – er bleibt auf dem Logo-Bildschirm hängen oder startet wiederholt neu.
| Prüfen | So testen Sie | Bei Fehler |
|---|---|---|
| Problem mit der SD-Karte | SD-Karte entfernen und einschalten; eine andere (frisch formatierte) SD-Karte ausprobieren | SD-Karte ersetzen (8–15 $) |
| Beschädigte Firmware | Firmware per SD-Karte erneut aufspielen (Anweisungen des Herstellers befolgen) | Wenn das erneute Aufspielen fehlschlägt: Der Flash-Chip des Mainboards ist defekt |
| Instabile Stromversorgung | 24-V-Ausgang während des Startvorgangs messen – fällt die Spannung unter 20 V, ist das Netzteil defekt | Netzteil ersetzen (40–60 $) |
| Lockeres Displaykabel | Display-FPC-Kabel an beiden Enden erneut einstecken | Wenn der Bildschirm weiterhin schwarz bleibt: Problem mit Display oder Mainboard |
Wichtige Tatsache: Wenn ein erneutes Aufspielen der Firmware per SD-Karte die Bootschleife nicht behebt und die Stromversorgung stabil ist (24 V), sind der Flash-Speicher oder der Prozessor des Mainboards ausgefallen und müssen ersetzt werden.
Symptom 3: Heater-Fault-/Thermal-Runaway-Fehler
Der Drucker zeigt „Heater Fault“ oder „Thermal Runaway“ an und schaltet die Heizungen ab.
| Prüfen | So testen Sie | Bei Fehler |
|---|---|---|
| Thermistoranschluss | Thermistorstecker erneut einstecken; Widerstand messen (sollte bei Raumtemperatur etwa 100 kΩ betragen) | Thermistor ersetzen (5–10 $) |
| Heizpatrone | Widerstand messen (sollte bei 24 V und 50 W etwa 12–20 Ohm betragen) | Heizpatrone ersetzen (8–15 $) |
| MOSFET auf dem Mainboard | Wenn Heizung/Thermistor ordnungsgemäß funktionieren, der Fehler aber weiterhin besteht: Der MOSFET auf dem Mainboard ist durchgebrannt | Mainboard ersetzen |
| Lose Verkabelung | Prüfen, ob alle Stecker von Heizung und Thermistor vollständig eingesteckt sind | Stecker erneut einstecken |
Wichtige Tatsache: Wenn Heizpatrone und Thermistor beide ordnungsgemäß funktionieren (korrekter Widerstand), der Fehler aber weiterhin besteht, ist der MOSFET auf dem Mainboard ausgefallen und das Mainboard muss ersetzt werden.
Symptom 4: Achse bewegt sich nicht / schleifendes Geräusch
Eine oder mehrere Achsen bewegen sich nicht oder machen beim Bewegungsversuch ein schleifendes/klickendes Geräusch.
| Prüfen | So testen Sie | Bei Fehler |
|---|---|---|
| Motorstecker | Stecker des Schrittmotors am Mainboard erneut einstecken | Wenn er sich weiterhin nicht bewegt: Problem mit Treiber oder Motor |
| Schrittmotor | Motor mit einer nachweislich funktionierenden Achse tauschen (z. B. X- und Y-Stecker vertauschen) | Wenn der Motor an einer anderen Achse funktioniert: Der Treiber auf dem Mainboard ist ausgefallen |
| Schrittmotortreiber | Wenn der Motor an einer anderen Achse funktioniert, aber nicht an der ursprünglichen: Der Schrittmotortreiber-IC auf dem Mainboard ist durchgebrannt | Mainboard ersetzen |
| Mechanische Blockade | Achse von Hand bewegen (bei ausgeschaltetem Gerät) – sie sollte sich leichtgängig bewegen lassen | Schienen reinigen und schmieren, Riemenspannung prüfen |
Wichtige Tatsache: Wenn der Motor funktioniert, sobald der Motorstecker an eine andere Achse angeschlossen wird, ist der Schrittmotortreiber auf dem Mainboard ausgefallen und das Mainboard muss ersetzt werden.
Schritt 2: Das richtige Ersatz-Mainboard auswählen
OEM oder universell – welches kaufen?
| Faktor | OEM-Mainboard (QIDI, Bambu, Prusa, Creality) | Universelles Mainboard (BigTreeTech) |
|---|---|---|
| Kompatibilität | Passgenau für Ihr Druckermodell | Passt zu jedem Drucker (mit kundenspezifischer Verkabelung) |
| Firmware | Vorinstalliert, kalibriert, keine Konfiguration erforderlich | Marlin/Klipper muss installiert und konfiguriert werden |
| Installationszeit | 15–30 Minuten | 45–60+ Minuten |
| Anschlüsse | Kodiert, beschriftet, Plug-and-Play | Schraubklemmen / kundenspezifische Verkabelung |
| Touchscreen | Funktioniert mit dem Originaldisplay | Funktioniert möglicherweise nicht (proprietäre Protokolle) |
| WLAN | Integriert (bei den meisten Modellen) | Optionales Modul (Zusatzkosten) |
| Anpassungsmöglichkeiten | Eingeschränkt (proprietäre Firmware) | Vollständig (Marlin/Klipper, beliebige Konfiguration) |
| Garantie | 90 Tage bis 2 Jahre | 1 Jahr |
| Preisspanne | 39,99–189,99 $ | 59,99–99,99 $ |
| Am besten geeignet für | 95 % der Benutzer – einfach, zuverlässig | DIY-Bauer, Klipper-Fans, fortgeschrittene Benutzer |
Empfehlung: Für 95 % der Benutzer ist die Originalplatine für das jeweilige Druckermodell die beste Wahl. Sie ist einfacher, schneller und zuverlässiger. Die QIDI X-Max / X-Plus-Hauptplatine (189,99 $) ist die Originalplatine für QIDI X-Max- und X-Plus-Drucker – sie ist die einzige Platine, die korrekt passt, mit dem originalen Touchscreen funktioniert und keinerlei Konfiguration erfordert. Universelle Platinen sind nur für fortgeschrittene Benutzer geeignet, die Klipper-Firmware verwenden oder einen eigenen Drucker bauen möchten.
Kompatibilität überprüfen
- Überprüfen Sie das Druckermodell auf dem Etikett an der Rückseite (z. B. „QIDI X-Max“, „QIDI X-Plus“).
- Überprüfen Sie die Revisionsnummer (einige Drucker haben mehrere Revisionen mit unterschiedlichen Hauptplatinen).
- Vergleichen Sie das Platinenfoto auf der Produktseite mit Ihrer Originalplatine – überprüfen Sie, ob Befestigungslöcher, Positionen der Anschlüsse und Anschlusstypen übereinstimmen.
- Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie vor der Bestellung den Verkäufer und geben Sie die Seriennummer Ihres Druckers an.
- Für QIDI X-Max / X-Plus: Die QIDI X-Max / X-Plus-Hauptplatine ist mit allen Revisionen beider Modelle kompatibel.
Schritt 3: Vorbereitung vor der Installation
Benötigte Werkzeuge
| Werkzeug | Originalplatine (QIDI) | Universelle Platine (BTT) |
|---|---|---|
| Kreuzschlitzschraubendreher Nr. 2 | Erforderlich | Erforderlich |
| 2,5-mm-Inbusschlüssel | Optional (bei einigen Modellen) | Optional |
| Multimeter | Empfohlen (zum Testen) | Erforderlich (zur Überprüfung der Verkabelung) |
| Antistatisches Armband | Empfohlen | Empfohlen |
| Kleine Zange | Optional | Erforderlich (für Schraubklemmen) |
| Abisolierzange | Nicht erforderlich | Erforderlich (für kundenspezifische Verkabelung) |
| Taschenlampe | Hilfreich | Hilfreich |
| Telefon/Kamera | Erforderlich (für Referenzfotos der Verkabelung) | Erforderlich |
Sicherheitsvorkehrungen
- Schalten Sie den Drucker aus und ziehen Sie den Netzstecker, bevor Sie beginnen. Arbeiten Sie niemals an der Elektronik, solange sie unter Spannung steht.
- Warten Sie nach dem Ausschalten 10 Minuten – Kondensatoren auf der Hauptplatine können geladen bleiben und einen Stromschlag verursachen.
- Fassen Sie die Platine an den Kanten an – berühren Sie nicht die Schaltkreise, Chips oder Anschlüsse. Statische Elektrizität (ESD) kann die Platine zerstören.
- Verwenden Sie, falls vorhanden, ein antistatisches Armband oder berühren Sie vor dem Umgang mit der Platine eine geerdete Metalloberfläche.
- Stecker nicht mit Gewalt einstecken – alle OEM-Stecker sind codiert und sollten sich leicht einstecken lassen. Wenn ein Stecker nicht hineingeht, überprüfen Sie die Ausrichtung.
- Überprüfen Sie vor dem Einschalten noch einmal die Polarität des Stromanschlusses – eine umgekehrte Polarität zerstört die neue Platine sofort.
Schritt 4: Installation des OEM-Motherboards (QIDI X-Max / X-Plus – 30 Minuten)
Dies ist die schrittweise Installationsanleitung für das QIDI-X-Max-/X-Plus-Motherboard. Der Vorgang ist bei anderen OEM-Platinen (Bambu, Prusa, Creality) ähnlich.
- Stromeingang (24 V, größter Stecker – rote/schwarze Kabel)
- Schrittmotor der X-Achse
- Schrittmotor der Y-Achse
- Schrittmotor der Z-Achse
- Schrittmotor des Extruders 0 (E0)
- Schrittmotor des Extruders 1 (E1, bei Dual-Extruder)
- Thermistor des Hotends
- Thermistor des Druckbetts
- Heizung des Hotends
- Heizung des Druckbetts
- Bauteilkühlgebläse
- Kühlgebläse des Hotends
- Endschalter (X, Y, Z)
- FPC-Kabel des Touchscreens (40-polig)
- USB-Kabel
- WLAN-Antenne (IPEX-Stecker)
- Überprüfen Sie die Polarität des Stromanschlusses (rot an +, schwarz an –).
- Überprüfen Sie, ob alle Heizungsstecker vollständig eingesteckt sind (lockere Heizungsstecker können Brände verursachen).
- Überprüfen Sie, ob alle Thermistorstecker fest sitzen (lockere Thermistoren können einen thermischen Durchlauf verursachen).
- Überprüfen Sie, dass keine losen Kabel oder Metallfragmente die Platine berühren (dies kann einen Kurzschluss verursachen).
- Überprüfen Sie, ob die WLAN-Antenne angeschlossen ist (IPEX-Stecker).
Schritt 5: Kalibrierung nach der Installation
Nach dem Einbau eines neuen Mainboards müssen Sie den Drucker neu kalibrieren. Die vorinstallierte Firmware verfügt über Standardeinstellungen, aber Ihr spezifischer Drucker benötigt möglicherweise geringfügige Anpassungen.
Kalibrierungs-Checkliste
| Kalibrierungsschritt | Vorgehensweise | Erwartetes Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Automatische Bettnivellierung | Einstellungen → Wartung → Automatische Bettnivellierung (den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen) | Bettnetz erstellt, erste Schicht gleichmäßig |
| 2. Z-Offset-Anpassung | Test der ersten Schicht drucken; Z-Offset in Schritten von 0,02 mm nach oben/unten anpassen | Erste Schicht wird ordnungsgemäß angedrückt, kein Elefantenfuß |
| 3. WLAN-Einrichtung | Einstellungen → Netzwerk → WLAN → Netzwerk auswählen → Passwort eingeben | Verbunden, IP-Adresse wird angezeigt |
| 4. Temperaturtest | Hotend auf 200 °C und Bett auf 60 °C einstellen; 5 Minuten überwachen | Temperatur bleibt innerhalb von ±2 °C, keine Fehler |
| 5. Test der Achsenbewegung | Die X-, Y- und Z-Achsen über den Touchscreen jeweils 100 mm in jede Richtung bewegen | Alle Achsen bewegen sich gleichmäßig, kein Schleifen |
| 6. Extrusionstest | Filament laden, 50 mm bei 200 °C extrudieren | Filament fließt gleichmäßig, konsistenter Durchmesser |
| 7. Lüftertest | Bauteilkühlungslüfter auf 100 % einstellen; der Hotend-Lüfter sollte beim Aufheizen automatisch laufen | Alle Lüfter drehen sich, keine ungewöhnlichen Geräusche |
| 8. Kalibrierungswürfel | Würfel mit 20 mm × 20 mm × 20 mm bei einer Schichthöhe von 0,2 mm drucken | Abmessungen innerhalb von ±0,05 mm, saubere Oberflächen |
Gesamte Kalibrierzeit: 20–30 Minuten. Die automatische Bettnivellierung und der Kalibrierungswürfel sind die wichtigsten Schritte – überspringen Sie sie nicht.
Schritt 6: Fehlerbehebung nach der Installation
Problem: Platine lässt sich nicht einschalten
- Stromversorgungsstecker prüfen: Stellen Sie sicher, dass er vollständig eingesteckt ist und die Polarität stimmt (rot = +24 V, schwarz = GND). Eine falsche Polarität zerstört die Platine sofort.
- Netzteil testen: Messen Sie 24 V Gleichspannung am Ausgang des Netzteils. Wenn 0 V anliegen, ist das Netzteil defekt, nicht die Hauptplatine.
- Netzschalter prüfen: Testen Sie die Durchgängigkeit zwischen den Schalteranschlüssen.
- Sicherung prüfen: Einige Platinen verfügen über eine vom Benutzer austauschbare Sicherung – prüfen Sie sie und testen Sie die Durchgängigkeit.
- Auf Schäden prüfen: Suchen Sie auf der neuen Platine nach durchgebrannten Bauteilen, aufgeblähten Kondensatoren oder lockeren Lötstellen.
Problem: Touchscreen ist schwarz oder reagiert nicht
- FPC-Kabel neu einsetzen: Das 40-polige Touchscreen-Kabel kann locker sein. Schalten Sie das Gerät aus, setzen Sie beide Enden neu ein und stellen Sie sicher, dass die Verriegelung eingerastet ist.
- Kabelausrichtung prüfen: FPC-Kabel verfügen über eine Markierung für Pin 1 (meist ein blauer Streifen oder eine sichtbare Kupferfläche) – stellen Sie sicher, dass sie mit der Markierung auf der Platine übereinstimmt.
- Mit einem anderen Display testen: Wenn Sie ein Ersatzdisplay haben, testen Sie es, um einen ausgefallenen Bildschirm auszuschließen.
- Firmwareproblem: Wenn sich die Platine einschaltet (LEDs leuchten), der Bildschirm jedoch schwarz bleibt, ist möglicherweise die Ansteuerschaltung des Displays defekt – wenden Sie sich an QIDI, um einen Garantieaustausch zu erhalten.
Problem: Fehler wegen thermischer Überhitzung
- Thermistor prüfen: Stellen Sie sicher, dass der Thermistorstecker vollständig eingesteckt ist. Messen Sie den Widerstand (ca. 100 kΩ bei Raumtemperatur).
- Heizung prüfen: Stellen Sie sicher, dass die Heizpatrone vollständig im Heizblock sitzt. Messen Sie den Widerstand (ca. 12–20 Ohm).
- PID-Abstimmung durchführen: Einstellungen → Wartung → PID-Automatikabstimmung → Hotend (ca. 5 Minuten). Dadurch wird die Temperaturregelung für die neue Platine kalibriert.
- Bauteilkühlungslüfter prüfen: Wenn der Lüfter direkt auf den Heizblock bläst, kann dies zu Temperaturabfällen führen. Richten Sie den Lüfterkanal aus.
Problem: Achse bewegt sich nicht / schleift
- Motorstecker prüfen: Stellen Sie sicher, dass der Stecker des Schrittmotors vollständig eingesteckt ist und die Pins nicht verbogen sind.
- Steckverbinder tauschen: Tauschen Sie den Steckverbinder der nicht funktionierenden Achse mit dem einer funktionierenden Achse (z. B. X und Y). Wenn der Motor nun funktioniert, ist der Schrittmotortreiber der Platine defekt – wenden Sie sich wegen der Garantie an QIDI.
- Motorstrom prüfen: OEM-Platinen haben einen vorkonfigurierten Motorstrom. Wenn Sie eine Universalplatine verwenden, stellen Sie den Treiberstrom über die Firmware oder das Potenziometer ein.
- Mechanische Blockierung prüfen: Schalten Sie das Gerät aus und bewegen Sie die Achse von Hand – sie sollte sich gleichmäßig bewegen. Reinigen und schmieren Sie die Führungen bei Bedarf.
Problem: WLAN verbindet sich nicht
- Antenne überprüfen: Stellen Sie sicher, dass die WLAN-Antenne (IPEX-Anschluss) mit dem Board verbunden ist. Eine lose Antenne führt dazu, dass kein WLAN verfügbar ist.
- Passwort erneut eingeben: Löschen Sie das gespeicherte Netzwerk und geben Sie das WLAN-Passwort sorgfältig erneut ein (Groß-/Kleinschreibung beachten).
- Router überprüfen: Stellen Sie sicher, dass der Router eingeschaltet ist (nur 2,4 GHz — die meisten 3D-Drucker unterstützen kein 5-GHz-WLAN). Stellen Sie den Drucker näher an den Router.
- Router neu starten: Manchmal lassen sich Verbindungsprobleme durch einen Neustart des Routers beheben.
Kosten-Nutzen-Analyse
| Option | Kosten | Zeit | Erfolgsquote | Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| DIY-OEM-Ersatz (QIDI) | $189.99 | 30 Min. + 20 Min. Kalibrierung | 95% | Besitzer eines QIDI X-Max/X-Plus |
| DIY-OEM-Ersatz (Creality) | $39.99 | 20 Min. + 15 Min. Kalibrierung | 90% | Besitzer eines Creality Ender |
| Universeller DIY-Ersatz (BTT) | 79,99 $ + Verkabelung | 45–60 Min. + 30 Min. Konfiguration | 80 % (erfahrene Benutzer) | DIY-/Klipper-Benutzer |
| Reparaturwerkstatt | 189,99 $ + 80–150 $ Arbeitskosten | 1–2 Wochen | 95% | Benutzer, die sich mit DIY unwohl fühlen |
| Zuerst das Netzteil austauschen | 40–60 $ | 15 Min. | 30–40 % (wenn das Netzteil die Ursache war) | Diagnoseschritt vor dem Boardtausch |
| Neuen Drucker kaufen | 600–2.000 $+ | — | 100% | Nicht kostengünstig |
Analyse: Für die meisten Benutzer ist der DIY-OEM-Ersatz die kostengünstigste Option. Das QIDI-Board für 189,99 $ bringt einen Drucker im Wert von 600–800 $ für 24–32 % der Kosten eines Ersatzgeräts wieder zum Laufen. Testen Sie immer zuerst das Netzteil (40–60 $) — wenn dieses die Ursache war, sparen Sie 130–150 $. Reparaturwerkstätten berechnen zusätzlich 80–150 $ Arbeitskosten und verursachen 1–2 Wochen Ausfallzeit. Der Kauf eines neuen Druckers ist bei einem Motherboarddefekt niemals kostengünstig.
Fazit
Der Austausch des Motherboards eines 3D-Druckers ist ein unkomplizierter Vorgang, den die meisten Benutzer mit einfachen Werkzeugen in 30–60 Minuten durchführen können. Die wichtigsten Schritte sind: (1) die richtige Diagnose — testen Sie immer zuerst das Netzteil, da sich in 30–40 % der Fälle mit einem „defekten Motherboard“ tatsächlich ein Netzteildefekt herausstellt; (2) wählen Sie das OEM-Board für Ihr spezifisches Druckermodell — das QIDI X-Max / X-Plus-Motherboard (189,99 $) ist die einzige zuverlässige Option für QIDI X-Max- und X-Plus-Drucker; (3) beachten Sie die Sicherheitsvorkehrungen — ausschalten, 10 Minuten warten, das Board an den Kanten anfassen und die Polarität der Stromversorgung doppelt überprüfen; (4) machen Sie vor dem Trennen der Kabel Referenzfotos; (5) führen Sie nach der Installation eine Neukalibrierung durch — automatische Bettnivellierung, Z-Offset und ein Kalibrierungswürfel sind unverzichtbar; (6) gehen Sie bei auftretenden Problemen systematisch bei der Fehlersuche vor.
Das QIDI X-Max / X-Plus-Motherboard ist ein hochwertiger OEM-Ersatz mit einem 32-Bit-STM32F407-Prozessor, 5 leisen TMC2209-Treibern, integriertem WLAN und vorinstallierter Firmware. Die Installation dauert 30 Minuten, erfordert keine Konfiguration und stellt die vollständige Druckerfunktionalität wieder her. Der Preis von 189,99 $ und die 90-tägige Garantie sind zwar Nachteile, aber angesichts des Fehlens von Alternativen von Drittanbietern und der hohen Kosten eines Druckerersatzes ist die Investition für QIDI-Besitzer gerechtfertigt.