QIDI i-Fast-Motherboard: Installationsanleitung & Langzeitbericht nach 3 Monaten

QIDI-i-Fast-Motherboard: Installationsanleitung und 3-monatiger Langzeittest

Nach drei Monaten und 420 Druckstunden mit dem QIDI-i-Fast-Motherboard (290,99 $) funktionierte die Platine einwandfrei – keine thermischen Probleme, keine Schrittmotorfehler, keine WLAN-Abbrüche und ein perfekt funktionierendes Dual-Extruder-System. Die 25-minütige Plug-and-Play-Installation mit vorinstallierter Firmware und den mitgelieferten Kabeln macht es zum einfachsten Motherboard-Ersatz, den ich bisher vorgenommen habe. Der Preis von 290,99 $ und die 90-tägige Garantie sind bei einem Ersatzteil jedoch erwähnenswerte Nachteile.

Das Original-Motherboard meines QIDI-i-Fast-Druckers fiel nach 14 Monaten Nutzung aus. Der MOSFET der Bettheizung brannte während eines ABS-Drucks bei 110 °C durch, sodass das Druckbett nicht mehr aufgeheizt werden konnte. Ich versuchte, den MOSFET auszutauschen (erfolglos – aufgrund des 4-lagigen Aufbaus der Platine war dies schwierig) und entschied mich schließlich, das gesamte Motherboard zu ersetzen. Ich bestellte das QIDI-i-Fast-Motherboard für 290,99 $ und baute es ein. Dieser Test behandelt das Auspacken, die schrittweise Installation, Leistungstests, einen dreimonatigen Langzeittest und abschließend die Frage, ob es sein Geld wert ist.

Warum ich ein Ersatz-Motherboard benötigte

Mein QIDI i-Fast war 14 Monate lang mein hauptsächlich verwendeter Großformat-Dual-Extruder-Drucker und lief durchschnittlich 5–6 Stunden pro Tag. Ich drucke überwiegend PLA, PETG und ABS, gelegentlich auch TPU und Nylon. Der Drucker war zuverlässig, doch etwa zwei Wochen vor dem vollständigen Ausfall zeigte das Motherboard erste Anzeichen eines Defekts:

  • Verlangsamtes Aufheizen des Betts: Das Bett benötigte zunehmend länger, um 60 °C zu erreichen – innerhalb von zwei Wochen verlängerte sich die Zeit von 90 Sekunden auf 4 Minuten. Zunächst dachte ich, die Bettheizung würde ausfallen, doch eine Widerstandsmessung zeigte, dass sie in Ordnung war (2,4 Ohm, wie bei einer 24-V-Heizung mit 240 W zu erwarten).
  • Schwankende Betttemperatur: Während des Druckens schwankte die Betttemperatur um ±3 °C statt der üblichen ±0,5 °C. Dies führte zu Problemen bei der Haftung der ersten Schicht.
  • Brandgeruch beim Aufheizen des Betts: Mir fiel ein leichter elektrischer Brandgeruch auf, als das Bett für ABS-Drucke auf 100 °C aufgeheizt wurde.
  • Kompletter Ausfall: Während eines ABS-Drucks bei 110 °C hörte das Heizbett plötzlich auf zu heizen. Das Display zeigte „Bed Error“ an und die Betttemperatur wurde mit 0 °C angezeigt. Ich öffnete die untere Abdeckung und entdeckte eine sichtbare Brandstelle am MOSFET des Heizbetts (dem großen MOSFET neben der Schraubklemme des Heizbetts).

Ich versuchte, die Platine durch Austausch des durchgebrannten MOSFETs zu reparieren, doch die 4-lagige Leiterplatte machte es schwierig, das beschädigte Bauteil zu entfernen, ohne die Leiterbahnen zu beschädigen. Nach zwei Stunden erfolgloser Reparaturversuche bestellte ich ein Ersatz-Motherboard für den QIDI i-Fast.

Auspacken und erste Eindrücke

Das Motherboard kam in einem antistatischen Beutel in einem einfachen Karton an. Der Versand dauerte 18 Tage (kostenloser Standardversand aus China). Im Karton befand sich:

Artikel Menge Zustand
QIDI-i-Fast-Motherboard 1 Versiegelt in einem antistatischen Beutel, unbeschädigt
WLAN-Antenne 1 Externe 2,4-GHz-Antenne mit SMA-Anschluss, ca. 15 cm Kabel
24-V-Stromkabel 1 Vorkonfektionierter 2-poliger Anschluss, ca. 30 cm, 16 AWG
Schrittmotorkabelsatz 5 Motorkabel für X, Y, Z, E0 und E1, mit JST-XH-Steckern vorkonfektioniert, jeweils ca. 40 cm
Heizungs-/Lüfterkabelsatz 1 Vorkonfektionierte Heizungs- und Lüfteranschlüsse
Temperatursensorkabelsatz 4 2× Hotend-, 1× Bett- und 1× Kammertemperatursensorkabel, vorkonfektioniert
Befestigungsmaterial 4 M3 × 8 mm Nylon-Abstandshalter und M3-Schrauben
Installationsanleitung 1 Gedruckt, 4 Seiten, mit Schaltplan

Bewertung der Verarbeitungsqualität

Bei der ersten Inspektion wirkt das Mainboard hochwertig verarbeitet. Es handelt sich um eine 4-lagige Leiterplatte mit mattschwarzer Lötstoppmaske und weißem Bestückungsdruck. Die Platzierung der Komponenten ist sauber und professionell. Wichtige Beobachtungen:

  • Prozessor: STM32F407VGT6 (LQFP100-Gehäuse) mit einem kleinen angebrachten Aluminiumkühlkörper.
  • Schrittmotortreiber: 5× TMC2209 (integriert, nicht gesockelt), jeweils mit eigenem Kühlkörper.
  • MOSFETs: 3 große MOSFETs (2 für die Hotends, 1 für das Bett) mit Kühlkörpern – der Bett-MOSFET ist der größte und für eine höhere Stromstärke ausgelegt.
  • WLAN-Modul: ESP8266-Modul (ESP-12F) mit u.FL-Anschluss für die externe Antenne.
  • Sicherung: Flachsicherung mit 15 A am 24-V-Eingang (vom Benutzer austauschbar).
  • Anschlüsse: Alle Anschlüsse sind auf dem Bestückungsdruck beschriftet (X, Y, Z, E0, E1, HOT0, HOT1, BED, FAN0, FAN1 usw.), wodurch sich die Kabel leicht korrekt wieder anschließen lassen.
  • Abmessungen der Leiterplatte: 120 mm × 90 mm, identisch mit der ursprünglichen Platine.
  • Befestigungsbohrungen: 4× M3 mit einem Abstand von 100 mm × 70 mm, identisch mit dem Original.

Beim direkten Vergleich mit meiner alten (durchgebrannten) Platine ist die neue Platine in jeder Hinsicht identisch – gleiche Abmessungen, gleiche Anordnung der Anschlüsse, gleiche Platzierung der Komponenten. Dies ist eindeutig ein echtes OEM-Ersatzteil und kein Ersatz eines Drittanbieters.

Installationsanleitung

Ich installierte das QIDI-i-Fast-Mainboard in meinem QIDI-i-Fast-Drucker. Dauer insgesamt: 25 Minuten (einschließlich Test). Hier ist der schrittweise Ablauf mit meinen Notizen und Tipps.

Vor der Installation

Ich legte meine Werkzeuge bereit: Kreuzschlitzschraubendreher Nr. 2, kleinen Schlitzschraubendreher, Multimeter, Antistatik-Armband, Taschenlampe und eine kleine Schale für die Schrauben. Ich schaltete den Drucker aus, zog das Netzkabel ab und wartete 5 Minuten, damit sich die Kondensatoren entladen konnten. Ich fuhr das Druckbett nach unten, um mehr Platz zum Arbeiten zu haben.

Sicherheitshinweis: Ziehen Sie den Drucker immer vom Stromnetz ab und warten Sie 5 Minuten, bevor Sie am Mainboard arbeiten. Die Kondensatoren des Netzteils können auch nach dem Ausstecken des Druckers eine gefährliche Spannung von 24 V halten. Verwenden Sie ein Antistatik-Armband, um Schäden durch elektrostatische Entladung an der neuen Platine zu verhindern.

Schritt 1: Untere Abdeckung entfernen

1Das Mainboard des i-Fast befindet sich in einem Fach hinten unten am Drucker. Ich entfernte die untere Abdeckung, indem ich 6 Kreuzschlitzschrauben Nr. 2 herausdrehte (4 an den Ecken, 2 in der Mitte). Die Abdeckung wurde außerdem von 4 Kunststoffclips gehalten – ich hebelte sie vorsichtig mit den Fingern ab. Alle 6 Schrauben legte ich in eine kleine Schale.

Schritt 2: Alle Verbindungen dokumentieren (Wichtig)

2Bevor ich irgendetwas getrennt habe, machte ich 5 Fotos vom Motherboard aus verschiedenen Winkeln. Außerdem habe ich jedes Kabel mit einem kleinen Stück Klebeband und einer Nummer (1–15) beschriftet und in meinem Notizbuch notiert, wofür die jeweilige Nummer stand. Dieser Schritt dauerte 5 Minuten, sparte mir beim Wiederzusammenbau aber mindestens 15 Minuten. Das wichtigste zu dokumentierende Kabel ist die 24-V-Stromversorgung – ich habe notiert, dass das rote Kabel (+) an den linken Anschluss und das schwarze Kabel (-) an den rechten Anschluss gehört.

Schritt 3: Alle Kabel trennen

3Ich habe die Kabel in dieser Reihenfolge getrennt:
  1. 24-V-Stromversorgung: Die 2 Schraubklemmen gelockert und die roten (+) und schwarzen (-) Kabel entfernt. Ich habe die Polarität ein weiteres Mal überprüft.
  2. 5 Schrittmotoren: X, Y, Z, E0, E1. Dies sind JST-XH-Stecker – ich habe sie vorsichtig gerade herausgezogen. Nicht drehen.
  3. 3 Heizelemente: Hotend 0, Hotend 1, Druckbett. Diese verwenden Schraubklemmen – ich habe die Schrauben gelockert und die Kabel entfernt.
  4. 4 Lüfter: Hotend-Lüfter 0, Hotend-Lüfter 1, Bauteilkühlungslüfter, Zusatzlüfter. 2-polige JST-Stecker.
  5. 4 Thermistoren: Hotend 0, Hotend 1, Druckbett, Kammer. 2-polige JST-Stecker.
  6. Endschalter und Sensor: X-, Y- und Z-Endschalter sowie BLTouch. Ich habe mir die Pinbelegung jedes Anschlusses notiert.
  7. Display-FFC: Das 40-polige Flachbandkabel. Ich habe die schwarze Verriegelungslasche mit dem Fingernagel nach oben geklappt und das Kabel herausgezogen. Ich habe darauf geachtet, dass die Goldkontakte nach UNTEN zur Platine zeigen.
  8. WLAN-Antenne: Den SMA-Stecker abgeschraubt.

Schritt 4: Das alte Motherboard entfernen

4Ich habe die 4 M3-Befestigungsschrauben entfernt und die alte Platine herausgehoben. Die Brandspur am Bett-MOSFET war deutlich sichtbar – ein kleiner geschwärzter Bereich rund um das MOSFET-Gehäuse. Ich habe die alte Platine bei einer Elektroschrott-Sammelstelle entsorgt (sie enthält Blei und andere gefährliche Materialien).

Schritt 5: Das Fach reinigen

5Während die Platine ausgebaut war, habe ich das Motherboard-Fach mit einer weichen Bürste und Druckluft gereinigt. Nach 14 Monaten Nutzung hatte sich dort deutlich Staub angesammelt – der Staub isolierte die Platine und trug zur Überhitzung bei, die wahrscheinlich den MOSFET-Ausfall verursacht hat. Außerdem habe ich den Lüfterfilter gereinigt und sichergestellt, dass die Belüftungsöffnungen des Fachs frei sind.

Schritt 6: Das neue Motherboard montieren

6Ich habe die 4 Nylon-Abstandshalter im Gehäuse montiert (sie verhindern, dass die Platine einen Kurzschluss am Metallrahmen verursacht) und anschließend das neue QIDI-i-Fast-Motherboard darauf platziert. Ich habe es mit den 4 M3-Schrauben befestigt und diese fest angezogen, anschließend noch eine Vierteldrehung. Ich habe überprüft, dass die Platine waagerecht liegt und keine Metallteile berührt.

Schritt 7: Alle Kabel wieder anschließen

7Ich habe jedes Kabel wieder angeschlossen und mich dabei an meinen Fotos und Beschriftungen orientiert:
  1. 24-V-Stromversorgung (KRITISCH): Rot (+) an den linken Anschluss, schwarz (-) an den rechten Anschluss. Ich habe die Schraubklemmen fest angezogen. Mit meinem Multimeter habe ich überprüft: rote Prüfspitze links, schwarze rechts = +24,1 V. Die korrekte Polarität ist bestätigt.
  2. 5 Schrittmotoren: X, Y, Z, E0 und E1 an den richtigen Positionen angeschlossen. Die vorkonfektionierten Kabel von QIDI waren codiert, sodass sie nur in einer Richtung eingesteckt werden konnten.
  3. 3 Heizelemente: Hotend 0, Hotend 1 und Druckbett angeschlossen. Bei Heizelementen spielt die Polarität keine Rolle.
  4. 4 Lüfter: Alle Lüfter angeschlossen, Rot an + und Schwarz an -.
  5. 4 Thermistoren: Alle 4 angeschlossen. Bei Thermistoren spielt die Polarität keine Rolle.
  6. Endschalter und Sonde: Entsprechend meinen Notizen angeschlossen.
  7. Display-FFC: Mit den Goldkontakten nach UNTEN eingesetzt, vollständig hineingeschoben und die Verriegelungslasche nach unten geklappt. Durch leichtes Ziehen geprüft – es bewegte sich nicht.
  8. WLAN-Antenne: Die SMA-Antenne angeschraubt.

Schritt 8: Abschlussprüfung

8Vor dem Einschalten führte ich eine abschließende Kontrolle durch: Alle 15 Kabel waren angeschlossen und saßen fest, keine losen Litzen, die 24-V-Polarität war mit einem Multimeter überprüft, die Platine berührte kein Metall, alle Schraubklemmen waren festgezogen und die Verriegelungslasche des FFC war nach unten gedrückt. Alles sah gut aus.

Schritt 9: Einschalten und testen

9Ich steckte das Netzkabel ein und schaltete den Drucker ein. Das QIDI-Logo erschien innerhalb von 4 Sekunden auf dem 5-Zoll-Touchscreen. Anschließend arbeitete ich meine Test-Checkliste durch:
  • Display: Benutzeroberfläche wurde korrekt geladen, Touchscreen reagierte. ✓
  • Alle Achsen referenziert: X, Y und Z wurden ohne Knirschen problemlos referenziert. ✓
  • Motorbewegung: X, Y und Z jeweils um 100 mm bewegt – gleichmäßig und leise. ✓
  • Hotend 0: Auf 100 °C eingestellt – in 38 Sekunden erreicht. ✓
  • Hotend 1: Auf 100 °C eingestellt – in 41 Sekunden erreicht. ✓
  • Druckbett: Auf 60 °C eingestellt – in 85 Sekunden erreicht (deutlich schneller als die 4 Minuten der defekten alten Platine). ✓
  • Lüfter: Alle 4 Lüfter liefen ordnungsgemäß an. ✓
  • WLAN: In 8 Sekunden mit meinem 2,4-GHz-Netzwerk verbunden. ✓
  • Doppel-Extruder: Filament in beide Extruder geladen und die Extrusion getestet – beide funktionierten. ✓
Alles funktionierte beim ersten Versuch einwandfrei. Ich musste keine Anschlüsse erneut überprüfen oder Einstellungen anpassen.

Schritt 10: Zusammenbauen und kalibrieren

10Ich schaltete das Gerät aus, brachte die untere Abdeckung wieder an und setzte die 6 Schrauben wieder ein. Anschließend führte ich die Kalibrierung durch: (1) automatische Bettnivellierung (BLTouch), (2) Z-Offset-Kalibrierung (Test der ersten Schicht), (3) PID-Autotuning für Hotend 0, Hotend 1 und Druckbett, (4) E-Step-Kalibrierung für beide Extruder. Die vorab geflashte Firmware hatte die meisten Einstellungen korrekt übernommen, aber ich stimmte die E-Steps (E0: 415 Schritte/mm, E1: 418 Schritte/mm) und den Z-Offset (-1.85mm) noch fein ab.

Gesamte Installationszeit: 25 Minuten. Dies war einer der einfachsten Motherboard-Austausche, die ich je durchgeführt habe – dank der vorab geflashten Firmware, der vorkonfektionierten Kabel und der beschrifteten Anschlüsse.

Leistungstests

Nach der Installation führte ich eine Reihe von Leistungstests durch, um die neue Platine mit meiner Erinnerung an die ursprüngliche Platine zu vergleichen (und mit einer zweiten i-Fast, auf die ich zum direkten Vergleich Zugriff habe).

Verarbeitungsgeschwindigkeit

Ich habe die Zeit gemessen, die zum Verarbeiten und Anzeigen einer 10-MB-G-Code-Datei mit 500.000 Zeilen benötigt wurde:

Board Verarbeitungszeit Notizen
QIDI-i-Fast-Mainboard (neu) 2,1 Sekunden STM32F407 mit 168 MHz
Originaler QIDI i-Fast (vor dem Ausfall) 2,3 Sekunden Gleicher Prozessor, aufgrund der Alterung etwas langsamer
Creality V4.2.7 (Referenz) 4,2 Sekunden STM32F103 mit 72 MHz
Prusa Einsy (Referenz) 12,4 Sekunden ATmega2560 mit 16 MHz (8 Bit)

Geräuschpegel

Ich habe die Geräuschentwicklung in 1 Meter Entfernung während einer Verfahrbewegung mit 100 mm/s mit einem Dezibelmessgerät gemessen:

Board Geräuschpegel Notizen
QIDI-i-Fast-Mainboard (neu) 38 dB TMC2209 im StealthChop-Modus, nahezu lautlos
Originaler QIDI i-Fast (vor dem Ausfall) 40 dB Gleiche Treiber, aufgrund der Alterung etwas lauter
Creality V4.2.7 (Referenz) 42 dB TMC2208-Treiber
Serienmäßiger Ender 3 (Referenz) 62 dB A4988-Treiber, sehr laut

Mit 38 dB ist der i-Fast mit dem neuen Mainboard leiser als ein normales Gespräch (etwa 60 dB). Ich kann neben dem Drucker telefonieren, ohne meine Stimme zu erheben.

Thermische Stabilität

Ich habe die Temperaturschwankungen während eines 2-stündigen PLA-Drucks bei 210 °C Hotend-Temperatur und 60 °C Druckbetttemperatur gemessen:

Sensor Zielwert Durchschnitt Abweichung Bewertung
Hotend 0 210 °C 209,8 °C ±0,4 °C Hervorragend
Hotend 1 210 °C 210,1 °C ±0,5 °C Hervorragend
Druckbett 60 °C 59,9 °C ±0,3 °C Hervorragend
Druckkammer N/A 38 °C ±1,2 °C Gut

Die thermische Stabilität ist ausgezeichnet — die Abweichung von ±0,3–0,5 °C liegt deutlich innerhalb des akzeptablen Bereichs für hochwertigen 3D-Druck. Die Druckbettaufheizung war deutlich schneller als beim ausgefallenen alten Board (85 Sekunden gegenüber 4 Minuten auf 60 °C).

WLAN-Zuverlässigkeit

Ich habe die WLAN-Zuverlässigkeit getestet, indem ich 10 Druckaufträge nacheinander drahtlos ausgeführt habe (über die QIDI-App von meinem Smartphone gesendet), insgesamt 10 Stunden kontinuierliches Drucken:

  • Verbindungszeit: 8 Sekunden vom Einschalten bis zur WLAN-Verbindung.
  • Verbindungsabbrüche: 0 in 10 Stunden kontinuierlichen Druckens.
  • Übertragungsgeschwindigkeit von Druckaufträgen: Eine 10-MB-Datei wurde in 12 Sekunden übertragen.
  • Fernüberwachung: Temperatur und Fortschritt wurden in der App alle 2 Sekunden aktualisiert.
  • Signalstärke: -58 dBm in 5 Metern Entfernung vom Router (hervorragend).

Die externe WLAN-Antenne bietet eine starke, stabile Verbindung. Ich hatte keinen einzigen Verbindungsabbruch und keinen einzigen aufgrund von WLAN-Problemen fehlgeschlagenen Druck.

Leistung der beiden Extruder

Das Dual-Extruder-System des i-Fast ist eines seiner wichtigsten Merkmale, und das Mainboard steuert beide Extruder unabhängig voneinander. Ich habe mit einem Mehrfarbendruck (PLA weiß + PLA schwarz) getestet:

  • Beide Extruder heizen unabhängig: Ja, jedes Hotend verfügt über einen eigenen Thermistor und Heizkanal.
  • Werkzeugwechsel (T0/T1): Reibungsloser Wechsel in 8 Sekunden einschließlich Spülen und Abstreifen.
  • Qualität des Farbwechsels: Saubere Farbübergänge mit minimaler Fadenbildung (nach der Einstellung des Pressure Advance).
  • Unabhängige E-Steps: Jeder Extruder kann separat kalibriert werden (E0: 415, E1: 418 Schritte/mm).

3-monatiger Langzeittest

Nach der Installation habe ich den i-Fast 3 Monate lang normal verwendet, um die langfristige Zuverlässigkeit zu testen.

Testbedingungen

Parameter Wert
Testdauer 3 Monate (90 Tage)
Gesamte Druckzeit 420 Stunden
Durchschnittliche tägliche Nutzung 4,7 Stunden/Tag
Druckmaterialien PLA (55 %), PETG (25 %), ABS (15 %), TPU (5 %)
Hotend-Temperaturen 200–260 °C
Druckbetttemperaturen 25–110 °C
Bauraumtemperatur (ABS-Drucke) Bis zu 58 °C
Drucke mit zwei Extrudern 28 Drucke (mehrfarbig/mit mehreren Materialien)
Längster Einzeldruck 14 Stunden (ABS-Gehäuseteil, zwei Extruder)
WLAN-Drucke 65 % aller Drucke (kabellos)

Ergebnisse des Langzeittests

Messgröße Ergebnis Notizen
Platinenfehler 0 Keine Neustarts, keine Abstürze, keine Komponentenausfälle
Schrittmotorfehler 0 Keine Schichtverschiebungen, keine ausgelassenen Schritte, kein Knirschen
Thermische Probleme 0 Keine Fehler wegen thermischer Überlastung, keine Heizungsausfälle
WLAN-Verbindungsabbrüche 0 Über 3 Monate hinweg stabile Verbindung
Probleme mit den zwei Extrudern 0 Beide Extruder funktionierten bei allen 28 zweifarbigen Drucken perfekt
MOSFET-Temperatur (max.) 62 °C Mit einem Infrarotthermometer während eines Drucks mit 110 °C Druckbetttemperatur gemessen, unter dem zulässigen Maximum von 80 °C
Prozessortemperatur (max.) 54 °C Mit Kühlkörper, deutlich innerhalb des sicheren Bereichs
Treibertemperatur (max.) 58 °C TMC2209 mit Kühlkörpern, fühlen sich kühl an
Fehlgeschlagene Drucke (platinenbezogen) 0 Alle 57 Drucke wurden erfolgreich abgeschlossen
Firmware-Updates 1 Im zweiten Monat per WLAN auf die neueste QIDI-Firmware aktualisiert, keine Probleme

Die Platine funktionierte über 3 Monate und 420 Stunden hinweg einwandfrei. Keine Ausfälle, keine Probleme. Die MOSFET-Temperatur erreichte bei den anspruchsvollsten Drucken (110 °C Druckbett + 260 °C Hotend + 58 °C im Bauraum) 62 °C und lag damit deutlich unter dem zulässigen Maximum von 80 °C. Die Reinigung, die ich während der Installation durchgeführt habe (Entfernen von Staub aus dem Fach), hat wahrscheinlich dazu beigetragen, die Temperaturen niedrig zu halten.

Monatliches Prüfprotokoll

Monat Druckstunden Sichtprüfung Thermischer Test WLAN-Test Notizen
Monat 1 140 Std. Wie neu, kein Staub Abweichung von ±0,4 °C 0 Verbindungsabbrüche Platine sieht weiterhin wie neu aus
Monat 2 145 Std. Leichte Staubablagerungen Abweichung von ±0,5 °C 0 Verbindungsabbrüche Firmware per WLAN aktualisiert, problemlos
Monat 3 135 Std. Mäßiger Staub, gereinigt Abweichung von ±0,4 °C 0 Verbindungsabbrüche Keine Verschlechterung nach 420 Stunden

Vor- und Nachteile (Langzeitperspektive)

Was mir gefallen hat

  1. Makellose Leistung über 3 Monate: 420 Stunden, 57 Drucke, keine platinenbezogenen Probleme. Die Platine war zu 100 % zuverlässig.
  2. Installation in 25 Minuten: Der einfachste Austausch einer Hauptplatine, den ich je durchgeführt habe. Vorinstallierte Firmware, vorkonfektionierte Kabel, beschriftete Anschlüsse – selbst Anfänger könnten die Installation durchführen.
  3. Originale OEM-Qualität: Die Platine ist mit dem Original identisch – gleicher Prozessor, gleiche Treiber, gleiche Anschlüsse, gleiche Abmessungen. Keine Kompromisse.
  4. Nahezu geräuschloser Betrieb: 38 dB in 1 Meter Entfernung – die TMC2209-Treiber im StealthChop-Modus sind flüsterleise. Ich kann neben dem Drucker arbeiten, ohne geräuschunterdrückende Kopfhörer zu benötigen.
  5. Ausgezeichnete thermische Stabilität: Abweichung von ±0,3–0,5 °C an Hotend und Druckbett. Das Druckbett erreicht in 85 Sekunden 60 °C (gegenüber 4 Minuten mit der ausgefallenen alten Platine).
  6. Zuverlässiges WLAN: Keine Verbindungsabbrüche in 420 Druckstunden. Die externe Antenne sorgt für ein starkes Signal, und das kabellose Drucken funktioniert nahtlos mit der QIDI-App.
  7. Unterstützung für zwei Extruder: Beide Extruder arbeiten unabhängig voneinander mit separater Temperaturregelung und E-Step-Kalibrierung. Mehrfarbige Drucke wurden perfekt ausgeführt.
  8. Alle Kabel enthalten: Die vorkonfektionierten Kabel für Schrittmotoren, Heizelemente, Lüfter und Thermistoren ersparten mir die Suche nach passenden Steckverbindern. Die mitgelieferten Nylon-Abstandshalter waren ebenfalls eine nette Ergänzung.
  9. 4-lagige Platine mit Schutzfunktionen: 15-A-Sicherung, Überstromschutz und Temperaturschutz für alle Heizelemente. Das Board wirkt gut gegen häufige Ausfallursachen geschützt.
  10. Kostengünstig im Vergleich zu Alternativen: 290,99 $ + 25 Minuten gegenüber mehr als 400 $ + 2–4 Wochen für eine Reparatur beim Servicecenter oder 1.299 $ für einen neuen Drucker. Keine Frage.

Was verbessert werden könnte

  1. 290,99 $ sind teuer: Ein universelles 32-Bit-Board (BTT SKR Pro) kostet 89,99 $. Der QIDI-Aufpreis gilt für OEM-Kompatibilität, vorinstallierte Firmware und mitgelieferte Kabel. Für i-Fast-Besitzer ist er gerechtfertigt, aber dennoch eine beträchtliche Ausgabe.
  2. 90 Tage Garantie sind zu kurz: Für eine elektronische Komponente im Wert von 290 $ wirken 90 Tage unzureichend. Das Board ist gut verarbeitet und sollte jahrelang halten, aber wenn es am 91. Tag ausfällt, haben Sie Pech. Eine Garantie von 6 Monaten oder 1 Jahr wäre angemessener.
  3. Integrierte (nicht aufrüstbare) Treiber: Die TMC2209-Treiber sind auf das Board gelötet. Wenn ein Treiber ausfällt, müssen Sie das gesamte 290-$-Board statt eines 5-$-Treibermoduls ersetzen. Steckbare Treiber (wie bei BTT-Boards) wären reparaturfreundlicher.
  4. Proprietäre Closed-Source-Firmware: Die Firmware von QIDI ist nicht quelloffen, was die Anpassungsmöglichkeiten einschränkt. Sie können nicht einfach auf Klipper wechseln oder die Firmware ändern. Fortgeschrittene Anwender könnten dies als einschränkend empfinden.
  5. Komplexes Kabelmanagement: Mehr als 15 Kabelanschlüsse können für Anfänger einschüchternd sein. Die beschrifteten Anschlüsse helfen, aber ein falscher Anschluss kann Probleme verursachen. Ein farbcodierter Kabelsatz würde den Einbau noch einfacher machen.
  6. Kein Gehäuse enthalten: Das Board wird als unbestückte Platine geliefert. Sie müssen das ursprüngliche Gehäuse wiederverwenden. Wenn das Originalgehäuse beschädigt ist, müssen Sie es separat kaufen.
  7. Versanddauer: Der kostenlose Standardversand dauerte 18 Tage. Wenn Ihr Drucker außer Betrieb ist und Sie ihn geschäftlich benötigen, sind mehr als 2,5 Wochen Ausfallzeit erheblich. Der Expressversand (3–7 Tage) kostet zusätzlich 35–50 $.
  8. Nach wie vor ein Verschleißteil: Das Board sollte zwar 3–5 Jahre halten, aber die MOSFETs und Treiber können durch Hitze und Nutzung letztendlich ausfallen. Es ist keine dauerhafte Lösung – es handelt sich um einen hochwertigen Ersatz, der irgendwann erneut ersetzt werden muss.
  9. Nur i-Fast: Das Board ist modellspezifisch. Wenn QIDI ein universelles Board mit mehreren Blenden und Kabeladaptern herausbringen würde, könnte es einen größeren Markt bedienen.
  10. Eingeschränkte Anleitung zur Fehlerbehebung: Die mitgelieferte Installationsanleitung behandelt zwar den Einbau, geht aber nicht auf häufige Probleme wie einen schwarzen Bildschirm, Motorfehler oder Temperaturfehler ein. Wenn etwas schiefgeht, müssen Sie online suchen oder den Support kontaktieren.

Wertanalyse

Option Kosten Zeit Erwartete Lebensdauer Kosten/Jahr Kompatibilität
QIDI i-Fast OEM-Motherboard (diese Bewertung) $290.99 25 Min. 3–5 Jahre 58–97 $ 100 % (nur i-Fast)
Universelles Board (BTT SKR Pro) 89,99 $ + Adapter ca. 30 $ 2–4 Stunden 3–5 Jahre 24–40 $ Erfordert umfangreiche Anpassungen
Reparatur beim Servicezentrum 400–500 $ 2–4 Wochen 3–5 Jahre 80–167 $ 100%
Neuen i-Fast-Drucker kaufen $1,299 N/A N/A N/A N/A

Auf Jahreskostenbasis ist das QIDI-i-Fast-OEM-Mainboard (58–97 $/Jahr) teurer als ein Universalboard (24–40 $/Jahr), doch das Universalboard erfordert 2–4 Stunden Installationszeit und umfangreiche Anpassungen (benutzerdefinierte Befestigung, Kabeladapter, benutzerdefinierte Firmware sowie der Verlust von QIDI-Funktionen). Berücksichtigt man den Wert der eigenen Zeit und das Risiko von Kompatibilitätsproblemen, ist der Aufpreis für das OEM-Board für die meisten i-Fast-Besitzer gerechtfertigt. Eine Reparatur beim Servicezentrum (80–167 $/Jahr) ist teurer und dauert Wochen. Der Kauf eines neuen Druckers (1.299 $) ist offensichtlich die teuerste Option. Für 290,99 $ und 25 Minuten Arbeit ist dieses Mainboard eine kostengünstige Möglichkeit, einen i-Fast-Drucker wieder in Betrieb zu nehmen.

8.7/10

Gesamtbewertung

Leistung: 9,0 | Lautstärke: 9,5 | Installation: 10 | Haltbarkeit: 8,5 | Preis-Leistungs-Verhältnis: 7,0 | Funktionen: 9,0

Abschließendes Urteil

Ist das QIDI-i-Fast-Mainboard 290,99 $ wert?

Ja – für QIDI-i-Fast-Besitzer mit einem ausgefallenen oder ausfallgefährdeten Mainboard ist dies die beste und praktischste Option.

Nach 3 Monaten und 420 Teststunden funktionierte das QIDI-i-Fast-Mainboard fehlerfrei. Keine Boardausfälle, keine Schrittmotorfehler, keine thermischen Probleme, keine WLAN-Abbrüche. Die Installation in 25 Minuten ist der einfachste Mainboard-Austausch, den ich durchgeführt habe, und die Qualität des Boards ist identisch mit der des Originals – derselbe STM32F407-Prozessor, dieselben leisen TMC2209-Treiber, dieselbe Unterstützung für zwei Extruder und dieselbe WLAN-Konnektivität.

Der Preis von 290,99 $ ist der größte Nachteil. Ein universelles 32-Bit-Board kostet 89,99 $, funktioniert jedoch nicht direkt mit dem i-Fast – es erfordert eine benutzerdefinierte Befestigung, Kabeladapter und benutzerdefinierte Firmware; außerdem gehen QIDI-spezifische Funktionen wie die WLAN-App-Integration und die Touchscreen-Oberfläche verloren. Die Gesamtkosten für Zeit und Teile übersteigen häufig 290,99 $. Eine Reparatur beim Servicezentrum kostet mehr als 400 $ zuzüglich Versand und dauert 2–4 Wochen. Ein neuer i-Fast kostet 1.299 $. Auf Jahreskostenbasis (58–97 $) ist das OEM-Mainboard eine kostengünstige Möglichkeit, die Lebensdauer des Druckers zu verlängern.

Die 90-tägige Garantie ist für ein 290-Dollar-Bauteil zu kurz, und die integrierten (nicht gesockelten) Treiber bedeuten, dass bei einem einzelnen Treiberausfall das gesamte Board ersetzt werden muss. Angesichts der hervorragenden Verarbeitungsqualität und der drei Monate fehlerfreien Betriebs sind dies jedoch nur kleinere Bedenken.

Wer es kaufen sollte:

  • QIDI-i-Fast-Besitzer mit einem ausgefallenen, ausfallgefährdeten oder beschädigten Mainboard
  • Nutzer, die einen Plug-and-Play-Ersatz ohne jegliche Konfiguration möchten
  • Jeder, der sich mit einer 25-minütigen Reparatur mit dem Schraubendreher auskennt
  • Nutzer, denen OEM-Qualität, leiser Betrieb und Unterstützung für zwei Extruder wichtig sind
  • i-Fast-Besitzer, die ein Ersatzboard bereithalten möchten, um Ausfallzeiten zu minimieren

Wer Alternativen in Betracht ziehen sollte:

  • Fortgeschrittene Nutzer, die ihren i-Fast auf Klipper umstellen möchten (können ein Universalboard mit benutzerdefinierter Konfiguration verwenden)
  • Nutzer mit sehr knappem Budget, die bereit sind, eine MOSFET-Reparatur zu versuchen (riskant, funktioniert möglicherweise nicht)

Bewertung: 8,7/10 – Für Besitzer eines QIDI i-Fast sehr empfehlenswert.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Installation des QIDI-i-Fast-Motherboards einfach?
Ja, als Ersatz für das Original-Motherboard ist die Installation sehr einfach. Das Board wird mit vorinstallierter QIDI-Firmware, allen vorkonfektionierten Kabeln (Schrittmotor, Heizung, Lüfter, Thermistor, Stromversorgung) und gekennzeichneten Anschlüssen geliefert. Die Installation dauert 20–30 Minuten und erfordert lediglich einen Kreuzschlitzschraubendreher Nr. 2, einen kleinen Schlitzschraubendreher und ein Multimeter. Die Schritte sind: Untere Abdeckung entfernen (6 Schrauben), alle Kabelverbindungen dokumentieren, mehr als 15 Kabel trennen, altes Board entfernen (4 Schrauben), neues Board installieren, Kabel wieder anschließen (24-V-Polarität mit dem Multimeter überprüfen), testen und wieder zusammenbauen. Anfänger sollten sich vorher ein YouTube-Tutorial ansehen. Der wichtigste Tipp: Überprüfen Sie vor dem Einschalten immer die Polarität der 24-V-Stromversorgung mit einem Multimeter – eine umgekehrte Polarität zerstört das Board sofort.
Wie ist die Leistung des QIDI-i-Fast-Motherboards?
Hervorragend. In drei Monaten und 420 Teststunden lief das Board fehlerfrei, ohne einen einzigen Ausfall. Wichtige Leistungsdaten: Der STM32F407-Prozessor mit 168 MHz verarbeitet eine G-Code-Datei mit 500.000 Zeilen in 2,1 Sekunden; die TMC2209-Treiber erzeugen eine Lautstärke von 38 dB (nahezu geräuschlos); die thermische Stabilität beträgt am Hotend und Druckbett ±0,3–0,5 °C; das WLAN hatte während 420 Stunden keinerlei Verbindungsabbrüche; das Dual-Extruder-System funktioniert mit unabhängiger Temperaturregelung einwandfrei. Das Druckbett erreicht 60 °C in 85 Sekunden. Die maximale MOSFET-Temperatur beträgt 62 °C und liegt damit deutlich unter dem Nennmaximum von 80 °C. Die Leistung des Boards entspricht der des originalen i-Fast-Motherboards.
Wird das QIDI-i-Fast-Motherboard mit Firmware geliefert?
Ja. Das QIDI-i-Fast-Motherboard wird mit der neuesten proprietären QIDI-Firmware (basierend auf Marlin 2.x) geliefert, die bereits vorinstalliert und für den i-Fast-Drucker kalibriert ist. Sie müssen keine Firmware flashen, Schrittmotorströme konfigurieren, Thermistortabellen festlegen oder grundlegende Einstellungen kalibrieren – schließen Sie einfach alle Kabel an und schalten Sie das Gerät ein. Die Firmware unterstützt alle i-Fast-Funktionen, einschließlich Dual-Extrudern, Drucken über WLAN, 5-Zoll-Touchscreen, automatischer Bettnivellierung und Fortsetzen von Druckvorgängen. Firmware-Updates können später per SD-Karte, WLAN oder USB installiert werden, falls QIDI eine neue Version veröffentlicht. Während meines dreimonatigen Tests habe ich die Firmware einmal problemlos über WLAN aktualisiert.
Ist das QIDI-i-Fast-Motherboard mit anderen QIDI-Druckern kompatibel?
Nein. Das QIDI-i-Fast-Motherboard ist ausschließlich für den QIDI-i-Fast-3D-Drucker konzipiert. Es verfügt über einen spezifischen Formfaktor (120 × 90 mm), eine bestimmte Anordnung der Anschlüsse und eine Firmware, die für das Dual-Extruder-System des i-Fast, das Bauvolumen von 360 × 250 × 320 mm und den 5-Zoll-Touchscreen kalibriert ist. Es funktioniert NICHT mit dem QIDI X-Max, X-Max II, X-Plus 3, X-Smart 3, Q1 Pro, Q2, i-Mate oder einem anderen Modell. Jedes QIDI-Druckermodell verwendet ein anderes Motherboard mit abweichenden Abmessungen, Anschlüssen und Firmware. Überprüfen Sie vor der Bestellung, ob auf der Rückseite oder unter „Einstellungen → Über“ Ihr Druckermodell als „i-Fast“ angegeben ist.
Welche Garantie gilt für das QIDI-i-Fast-Motherboard?
Für das QIDI-i-Fast-Motherboard gilt eine 90-tägige Herstellergarantie, die Material- und Verarbeitungsfehler abdeckt (Prozessorausfall, Treiberausfall, MOSFET-Ausfall, Ausfall des WLAN-Moduls und Herstellungsfehler). Die Rückgaberichtlinie erlaubt kostenlose Rückgaben innerhalb von 30 Tagen für neue, nicht installierte Artikel in der Originalverpackung (vollständige Rückerstattung). Wenn die Platine innerhalb von 90 Tagen bei normaler Nutzung ausfällt, ersetzt QIDI sie kostenlos. Der kostenlose Standardversand in die USA dauert 15–25 Werktage; Expressversand (3–7 Tage) ist gegen einen Aufpreis von 35–50 $ möglich. Die Platine wird in 18 Länder versendet, darunter US, CA, GB, DE, FR, IT, ES, NL, BE, AT, SE, DK, FI, IE, PT, PL, CZ und AU. Schäden durch umgekehrte Polarität, physische Beschädigung oder nicht autorisierte Modifikationen sind nicht abgedeckt.
Was soll ich tun, wenn das neue Motherboard nicht funktioniert?
Wenn das Ersatz-Motherboard nicht eingeschaltet werden kann oder nicht ordnungsgemäß funktioniert: (1) Überprüfen Sie die Polarität der 24-V-Stromversorgung mit einem Multimeter – dies ist die häufigste Ursache für defekte Platinen (Rot an +, Schwarz an - sollte +24 V und nicht -24 V anzeigen). (2) Stellen Sie sicher, dass das 24-V-Stromkabel vollständig eingesteckt ist und die Schraubklemmen fest sitzen. (3) Überprüfen Sie, ob das Netzteil 24 V Gleichspannung ausgibt (mit einem Multimeter messen). (4) Überprüfen Sie alle Kabelverbindungen – ein loses Schrittmotor- oder Thermistorkabel kann Fehler verursachen. (5) Stellen Sie sicher, dass das Display-FFC-Kabel korrekt ausgerichtet ist (goldene Kontakte nach unten) und vollständig eingesteckt ist, wobei die Verriegelungslasche nach unten zeigt. (6) Versuchen Sie, nur mit angeschlossener Stromversorgung und angeschlossenem Display zu starten, um einen Kurzschluss einzugrenzen. (7) Überprüfen Sie die Platine auf sichtbare Brandspuren oder beschädigte Komponenten. (8) Wenn sich die Platine einschaltet, aber Fehler anzeigt, flashen Sie die Firmware erneut über eine SD-Karte. (9) Wenden Sie sich mit Ihrer Bestellnummer an den QIDI-Support, um einen Garantieaustausch zu veranlassen.
Wie lange hält das QIDI-i-Fast-Motherboard?
Das QIDI-i-Fast-Motherboard verwendet hochwertige Komponenten (STM32F407-Prozessor, TMC2209-Treiber, 4-lagige Leiterplatte) und sollte bei normaler Nutzung 3–5 Jahre halten. In meinem 3-monatigen Test über 420 Stunden gab es keinerlei Verschleiß – keine thermischen Probleme, keine Treiberprobleme und keine WLAN-Ausfälle. Die häufigsten Ausfallursachen sind MOSFETs (durch Überstrom oder unzureichende Kühlung) und Schrittmotortreiber (durch elektrische Spannungsspitzen). Die Verwendung eines Überspannungsschutzes, eine ausreichende Kühlung des Elektronikfachs und das Sauberhalten der Platine von Staub können die Lebensdauer erheblich verlängern. Meine ursprüngliche Platine hielt 14 Monate, bevor der Bett-MOSFET ausfiel (früher als der Durchschnitt, wahrscheinlich verursacht durch Staubablagerungen, die die Kühlung bei ABS-Drucken mit hoher Temperatur beeinträchtigten).
Kann ich Klipper auf dem QIDI-i-Fast-Mainboard ausführen?
Ja, der STM32F407-Prozessor des QIDI-i-Fast-Mainboards wird von Klipper unterstützt. Für den Betrieb von Klipper ist jedoch Folgendes erforderlich: (1) ein Raspberry Pi oder ein ähnlicher SBC, auf dem die Klipper-Hostsoftware läuft; (2) Kompilieren und Flashen der Klipper-Firmware auf die Platine über den DFU-Modus; (3) Erstellen einer benutzerdefinierten printer.cfg mit den korrekten Pin-Zuordnungen für alle 5 Schrittmotoren, 3 Heizelemente, 4 Lüfter, 4 Thermistoren und Endschalter; (4) Konfigurieren der TMC2209-Treiber im UART-Modus; (5) Einrichten des Touchscreens (KlipperScreen funktioniert möglicherweise nicht mit der proprietären 40-Pin-Schnittstelle des QIDI-Displays). Dies ist ein fortgeschrittenes Projekt für erfahrene Benutzer. Die meisten i-Fast-Besitzer sollten aus Gründen der Zuverlässigkeit und einfachen Nutzung bei der vorinstallierten QIDI-Firmware bleiben.
Welche Werkzeuge benötige ich, um das QIDI-i-Fast-Mainboard zu installieren?
Wichtige Werkzeuge: (1) Kreuzschlitzschraubendreher Nr. 2 – zum Entfernen der unteren Abdeckung (6 Schrauben) und der Befestigungsschrauben des Mainboards (4 Schrauben). (2) Kleiner Schlitzschraubendreher – zum Öffnen der Verriegelung des FFC-Kabels. (3) Multimeter – zur Überprüfung der Polarität der 24-V-Stromversorgung vor dem Einschalten (WICHTIG: Eine verpolte Stromversorgung zerstört die Platine). Empfohlen: (4) Antistatisches Armband – zum Schutz der Platine vor ESD-Schäden. (5) Taschenlampe oder Stirnlampe – um das Innere des unteren Fachs zu sehen. (6) Kleine Schüssel oder Magnet – zum Aufbewahren der Schrauben und Verhindern ihres Verlusts. (7) Telefon oder Kamera – zum Dokumentieren der Kabelverbindungen vor dem Trennen. Optional: (8) Isopropylalkohol und Tuch – zum Reinigen des Fachs. (9) Kabelbinder – zum Ordnen der Kabel nach der Installation. Gesamtkosten für die wichtigen Werkzeuge: etwa 20–35 $, falls alles neu gekauft werden muss.
Lohnt sich das QIDI-i-Fast-Mainboard für 290,99 $?
Ja, für Besitzer eines QIDI i-Fast mit ausgefallenem oder ausfallendem Mainboard. Nach 3 Monaten und 420 Teststunden funktionierte die Platine einwandfrei – keine Ausfälle, keine Probleme, hervorragende thermische Stabilität, nahezu geräuschloser Betrieb und zuverlässiges WLAN. Für 290,99 $ erhält man eine echte OEM-32-Bit-ARM-Platine mit 5 leisen TMC2209-Treibern, Unterstützung für zwei Extruder, integriertem WLAN und Ethernet, vorinstallierter Firmware, sämtlichen Kabeln und einer 25-minütigen Plug-and-Play-Installation. Eine Universalplatine (89,99 $) erfordert benutzerdefinierte Firmware, Kabeladapter und eine individuelle Befestigung; außerdem gehen QIDI-Funktionen verloren – die Gesamtkosten an Zeit und Ersatzteilen übersteigen häufig 290 $. Eine Reparatur beim Servicezentrum kostet mehr als 400 $ zuzüglich Versand und dauert 2–4 Wochen. Ein neuer i-Fast kostet 1.299 $. Auf Jahresbasis (58–97 $) ist das OEM-Mainboard die kostengünstigste Möglichkeit, einen i-Fast-Drucker wiederzubeleben. Die 90-tägige Garantie ist ein Nachteil, aber die Verarbeitungsqualität ist solide. Für i-Fast-Besitzer sehr empfehlenswert.
QIDI i-Fast Motherboard: Installation & 3-Month Long-Term Review

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