QIDI-i-Fast-Motherboard: Installationsanleitung und 3-monatiger Langzeittest
Nach drei Monaten und 420 Druckstunden mit dem QIDI-i-Fast-Motherboard (290,99 $) funktionierte die Platine einwandfrei – keine thermischen Probleme, keine Schrittmotorfehler, keine WLAN-Abbrüche und ein perfekt funktionierendes Dual-Extruder-System. Die 25-minütige Plug-and-Play-Installation mit vorinstallierter Firmware und den mitgelieferten Kabeln macht es zum einfachsten Motherboard-Ersatz, den ich bisher vorgenommen habe. Der Preis von 290,99 $ und die 90-tägige Garantie sind bei einem Ersatzteil jedoch erwähnenswerte Nachteile.
Das Original-Motherboard meines QIDI-i-Fast-Druckers fiel nach 14 Monaten Nutzung aus. Der MOSFET der Bettheizung brannte während eines ABS-Drucks bei 110 °C durch, sodass das Druckbett nicht mehr aufgeheizt werden konnte. Ich versuchte, den MOSFET auszutauschen (erfolglos – aufgrund des 4-lagigen Aufbaus der Platine war dies schwierig) und entschied mich schließlich, das gesamte Motherboard zu ersetzen. Ich bestellte das QIDI-i-Fast-Motherboard für 290,99 $ und baute es ein. Dieser Test behandelt das Auspacken, die schrittweise Installation, Leistungstests, einen dreimonatigen Langzeittest und abschließend die Frage, ob es sein Geld wert ist.
Warum ich ein Ersatz-Motherboard benötigte
Mein QIDI i-Fast war 14 Monate lang mein hauptsächlich verwendeter Großformat-Dual-Extruder-Drucker und lief durchschnittlich 5–6 Stunden pro Tag. Ich drucke überwiegend PLA, PETG und ABS, gelegentlich auch TPU und Nylon. Der Drucker war zuverlässig, doch etwa zwei Wochen vor dem vollständigen Ausfall zeigte das Motherboard erste Anzeichen eines Defekts:
- Verlangsamtes Aufheizen des Betts: Das Bett benötigte zunehmend länger, um 60 °C zu erreichen – innerhalb von zwei Wochen verlängerte sich die Zeit von 90 Sekunden auf 4 Minuten. Zunächst dachte ich, die Bettheizung würde ausfallen, doch eine Widerstandsmessung zeigte, dass sie in Ordnung war (2,4 Ohm, wie bei einer 24-V-Heizung mit 240 W zu erwarten).
- Schwankende Betttemperatur: Während des Druckens schwankte die Betttemperatur um ±3 °C statt der üblichen ±0,5 °C. Dies führte zu Problemen bei der Haftung der ersten Schicht.
- Brandgeruch beim Aufheizen des Betts: Mir fiel ein leichter elektrischer Brandgeruch auf, als das Bett für ABS-Drucke auf 100 °C aufgeheizt wurde.
- Kompletter Ausfall: Während eines ABS-Drucks bei 110 °C hörte das Heizbett plötzlich auf zu heizen. Das Display zeigte „Bed Error“ an und die Betttemperatur wurde mit 0 °C angezeigt. Ich öffnete die untere Abdeckung und entdeckte eine sichtbare Brandstelle am MOSFET des Heizbetts (dem großen MOSFET neben der Schraubklemme des Heizbetts).
Ich versuchte, die Platine durch Austausch des durchgebrannten MOSFETs zu reparieren, doch die 4-lagige Leiterplatte machte es schwierig, das beschädigte Bauteil zu entfernen, ohne die Leiterbahnen zu beschädigen. Nach zwei Stunden erfolgloser Reparaturversuche bestellte ich ein Ersatz-Motherboard für den QIDI i-Fast.
Auspacken und erste Eindrücke
Das Motherboard kam in einem antistatischen Beutel in einem einfachen Karton an. Der Versand dauerte 18 Tage (kostenloser Standardversand aus China). Im Karton befand sich:
| Artikel | Menge | Zustand |
|---|---|---|
| QIDI-i-Fast-Motherboard | 1 | Versiegelt in einem antistatischen Beutel, unbeschädigt |
| WLAN-Antenne | 1 | Externe 2,4-GHz-Antenne mit SMA-Anschluss, ca. 15 cm Kabel |
| 24-V-Stromkabel | 1 | Vorkonfektionierter 2-poliger Anschluss, ca. 30 cm, 16 AWG |
| Schrittmotorkabelsatz | 5 | Motorkabel für X, Y, Z, E0 und E1, mit JST-XH-Steckern vorkonfektioniert, jeweils ca. 40 cm |
| Heizungs-/Lüfterkabelsatz | 1 | Vorkonfektionierte Heizungs- und Lüfteranschlüsse |
| Temperatursensorkabelsatz | 4 | 2× Hotend-, 1× Bett- und 1× Kammertemperatursensorkabel, vorkonfektioniert |
| Befestigungsmaterial | 4 | M3 × 8 mm Nylon-Abstandshalter und M3-Schrauben |
| Installationsanleitung | 1 | Gedruckt, 4 Seiten, mit Schaltplan |
Bewertung der Verarbeitungsqualität
Bei der ersten Inspektion wirkt das Mainboard hochwertig verarbeitet. Es handelt sich um eine 4-lagige Leiterplatte mit mattschwarzer Lötstoppmaske und weißem Bestückungsdruck. Die Platzierung der Komponenten ist sauber und professionell. Wichtige Beobachtungen:
- Prozessor: STM32F407VGT6 (LQFP100-Gehäuse) mit einem kleinen angebrachten Aluminiumkühlkörper.
- Schrittmotortreiber: 5× TMC2209 (integriert, nicht gesockelt), jeweils mit eigenem Kühlkörper.
- MOSFETs: 3 große MOSFETs (2 für die Hotends, 1 für das Bett) mit Kühlkörpern – der Bett-MOSFET ist der größte und für eine höhere Stromstärke ausgelegt.
- WLAN-Modul: ESP8266-Modul (ESP-12F) mit u.FL-Anschluss für die externe Antenne.
- Sicherung: Flachsicherung mit 15 A am 24-V-Eingang (vom Benutzer austauschbar).
- Anschlüsse: Alle Anschlüsse sind auf dem Bestückungsdruck beschriftet (X, Y, Z, E0, E1, HOT0, HOT1, BED, FAN0, FAN1 usw.), wodurch sich die Kabel leicht korrekt wieder anschließen lassen.
- Abmessungen der Leiterplatte: 120 mm × 90 mm, identisch mit der ursprünglichen Platine.
- Befestigungsbohrungen: 4× M3 mit einem Abstand von 100 mm × 70 mm, identisch mit dem Original.
Beim direkten Vergleich mit meiner alten (durchgebrannten) Platine ist die neue Platine in jeder Hinsicht identisch – gleiche Abmessungen, gleiche Anordnung der Anschlüsse, gleiche Platzierung der Komponenten. Dies ist eindeutig ein echtes OEM-Ersatzteil und kein Ersatz eines Drittanbieters.
Installationsanleitung
Ich installierte das QIDI-i-Fast-Mainboard in meinem QIDI-i-Fast-Drucker. Dauer insgesamt: 25 Minuten (einschließlich Test). Hier ist der schrittweise Ablauf mit meinen Notizen und Tipps.
Vor der Installation
Ich legte meine Werkzeuge bereit: Kreuzschlitzschraubendreher Nr. 2, kleinen Schlitzschraubendreher, Multimeter, Antistatik-Armband, Taschenlampe und eine kleine Schale für die Schrauben. Ich schaltete den Drucker aus, zog das Netzkabel ab und wartete 5 Minuten, damit sich die Kondensatoren entladen konnten. Ich fuhr das Druckbett nach unten, um mehr Platz zum Arbeiten zu haben.
Schritt 1: Untere Abdeckung entfernen
Schritt 2: Alle Verbindungen dokumentieren (Wichtig)
Schritt 3: Alle Kabel trennen
- 24-V-Stromversorgung: Die 2 Schraubklemmen gelockert und die roten (+) und schwarzen (-) Kabel entfernt. Ich habe die Polarität ein weiteres Mal überprüft.
- 5 Schrittmotoren: X, Y, Z, E0, E1. Dies sind JST-XH-Stecker – ich habe sie vorsichtig gerade herausgezogen. Nicht drehen.
- 3 Heizelemente: Hotend 0, Hotend 1, Druckbett. Diese verwenden Schraubklemmen – ich habe die Schrauben gelockert und die Kabel entfernt.
- 4 Lüfter: Hotend-Lüfter 0, Hotend-Lüfter 1, Bauteilkühlungslüfter, Zusatzlüfter. 2-polige JST-Stecker.
- 4 Thermistoren: Hotend 0, Hotend 1, Druckbett, Kammer. 2-polige JST-Stecker.
- Endschalter und Sensor: X-, Y- und Z-Endschalter sowie BLTouch. Ich habe mir die Pinbelegung jedes Anschlusses notiert.
- Display-FFC: Das 40-polige Flachbandkabel. Ich habe die schwarze Verriegelungslasche mit dem Fingernagel nach oben geklappt und das Kabel herausgezogen. Ich habe darauf geachtet, dass die Goldkontakte nach UNTEN zur Platine zeigen.
- WLAN-Antenne: Den SMA-Stecker abgeschraubt.
Schritt 4: Das alte Motherboard entfernen
Schritt 5: Das Fach reinigen
Schritt 6: Das neue Motherboard montieren
Schritt 7: Alle Kabel wieder anschließen
- 24-V-Stromversorgung (KRITISCH): Rot (+) an den linken Anschluss, schwarz (-) an den rechten Anschluss. Ich habe die Schraubklemmen fest angezogen. Mit meinem Multimeter habe ich überprüft: rote Prüfspitze links, schwarze rechts = +24,1 V. Die korrekte Polarität ist bestätigt.
- 5 Schrittmotoren: X, Y, Z, E0 und E1 an den richtigen Positionen angeschlossen. Die vorkonfektionierten Kabel von QIDI waren codiert, sodass sie nur in einer Richtung eingesteckt werden konnten.
- 3 Heizelemente: Hotend 0, Hotend 1 und Druckbett angeschlossen. Bei Heizelementen spielt die Polarität keine Rolle.
- 4 Lüfter: Alle Lüfter angeschlossen, Rot an + und Schwarz an -.
- 4 Thermistoren: Alle 4 angeschlossen. Bei Thermistoren spielt die Polarität keine Rolle.
- Endschalter und Sonde: Entsprechend meinen Notizen angeschlossen.
- Display-FFC: Mit den Goldkontakten nach UNTEN eingesetzt, vollständig hineingeschoben und die Verriegelungslasche nach unten geklappt. Durch leichtes Ziehen geprüft – es bewegte sich nicht.
- WLAN-Antenne: Die SMA-Antenne angeschraubt.
Schritt 8: Abschlussprüfung
Schritt 9: Einschalten und testen
- Display: Benutzeroberfläche wurde korrekt geladen, Touchscreen reagierte. ✓
- Alle Achsen referenziert: X, Y und Z wurden ohne Knirschen problemlos referenziert. ✓
- Motorbewegung: X, Y und Z jeweils um 100 mm bewegt – gleichmäßig und leise. ✓
- Hotend 0: Auf 100 °C eingestellt – in 38 Sekunden erreicht. ✓
- Hotend 1: Auf 100 °C eingestellt – in 41 Sekunden erreicht. ✓
- Druckbett: Auf 60 °C eingestellt – in 85 Sekunden erreicht (deutlich schneller als die 4 Minuten der defekten alten Platine). ✓
- Lüfter: Alle 4 Lüfter liefen ordnungsgemäß an. ✓
- WLAN: In 8 Sekunden mit meinem 2,4-GHz-Netzwerk verbunden. ✓
- Doppel-Extruder: Filament in beide Extruder geladen und die Extrusion getestet – beide funktionierten. ✓
Schritt 10: Zusammenbauen und kalibrieren
Gesamte Installationszeit: 25 Minuten. Dies war einer der einfachsten Motherboard-Austausche, die ich je durchgeführt habe – dank der vorab geflashten Firmware, der vorkonfektionierten Kabel und der beschrifteten Anschlüsse.
Leistungstests
Nach der Installation führte ich eine Reihe von Leistungstests durch, um die neue Platine mit meiner Erinnerung an die ursprüngliche Platine zu vergleichen (und mit einer zweiten i-Fast, auf die ich zum direkten Vergleich Zugriff habe).
Verarbeitungsgeschwindigkeit
Ich habe die Zeit gemessen, die zum Verarbeiten und Anzeigen einer 10-MB-G-Code-Datei mit 500.000 Zeilen benötigt wurde:
| Board | Verarbeitungszeit | Notizen |
|---|---|---|
| QIDI-i-Fast-Mainboard (neu) | 2,1 Sekunden | STM32F407 mit 168 MHz |
| Originaler QIDI i-Fast (vor dem Ausfall) | 2,3 Sekunden | Gleicher Prozessor, aufgrund der Alterung etwas langsamer |
| Creality V4.2.7 (Referenz) | 4,2 Sekunden | STM32F103 mit 72 MHz |
| Prusa Einsy (Referenz) | 12,4 Sekunden | ATmega2560 mit 16 MHz (8 Bit) |
Geräuschpegel
Ich habe die Geräuschentwicklung in 1 Meter Entfernung während einer Verfahrbewegung mit 100 mm/s mit einem Dezibelmessgerät gemessen:
| Board | Geräuschpegel | Notizen |
|---|---|---|
| QIDI-i-Fast-Mainboard (neu) | 38 dB | TMC2209 im StealthChop-Modus, nahezu lautlos |
| Originaler QIDI i-Fast (vor dem Ausfall) | 40 dB | Gleiche Treiber, aufgrund der Alterung etwas lauter |
| Creality V4.2.7 (Referenz) | 42 dB | TMC2208-Treiber |
| Serienmäßiger Ender 3 (Referenz) | 62 dB | A4988-Treiber, sehr laut |
Mit 38 dB ist der i-Fast mit dem neuen Mainboard leiser als ein normales Gespräch (etwa 60 dB). Ich kann neben dem Drucker telefonieren, ohne meine Stimme zu erheben.
Thermische Stabilität
Ich habe die Temperaturschwankungen während eines 2-stündigen PLA-Drucks bei 210 °C Hotend-Temperatur und 60 °C Druckbetttemperatur gemessen:
| Sensor | Zielwert | Durchschnitt | Abweichung | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Hotend 0 | 210 °C | 209,8 °C | ±0,4 °C | Hervorragend |
| Hotend 1 | 210 °C | 210,1 °C | ±0,5 °C | Hervorragend |
| Druckbett | 60 °C | 59,9 °C | ±0,3 °C | Hervorragend |
| Druckkammer | N/A | 38 °C | ±1,2 °C | Gut |
Die thermische Stabilität ist ausgezeichnet — die Abweichung von ±0,3–0,5 °C liegt deutlich innerhalb des akzeptablen Bereichs für hochwertigen 3D-Druck. Die Druckbettaufheizung war deutlich schneller als beim ausgefallenen alten Board (85 Sekunden gegenüber 4 Minuten auf 60 °C).
WLAN-Zuverlässigkeit
Ich habe die WLAN-Zuverlässigkeit getestet, indem ich 10 Druckaufträge nacheinander drahtlos ausgeführt habe (über die QIDI-App von meinem Smartphone gesendet), insgesamt 10 Stunden kontinuierliches Drucken:
- Verbindungszeit: 8 Sekunden vom Einschalten bis zur WLAN-Verbindung.
- Verbindungsabbrüche: 0 in 10 Stunden kontinuierlichen Druckens.
- Übertragungsgeschwindigkeit von Druckaufträgen: Eine 10-MB-Datei wurde in 12 Sekunden übertragen.
- Fernüberwachung: Temperatur und Fortschritt wurden in der App alle 2 Sekunden aktualisiert.
- Signalstärke: -58 dBm in 5 Metern Entfernung vom Router (hervorragend).
Die externe WLAN-Antenne bietet eine starke, stabile Verbindung. Ich hatte keinen einzigen Verbindungsabbruch und keinen einzigen aufgrund von WLAN-Problemen fehlgeschlagenen Druck.
Leistung der beiden Extruder
Das Dual-Extruder-System des i-Fast ist eines seiner wichtigsten Merkmale, und das Mainboard steuert beide Extruder unabhängig voneinander. Ich habe mit einem Mehrfarbendruck (PLA weiß + PLA schwarz) getestet:
- Beide Extruder heizen unabhängig: Ja, jedes Hotend verfügt über einen eigenen Thermistor und Heizkanal.
- Werkzeugwechsel (T0/T1): Reibungsloser Wechsel in 8 Sekunden einschließlich Spülen und Abstreifen.
- Qualität des Farbwechsels: Saubere Farbübergänge mit minimaler Fadenbildung (nach der Einstellung des Pressure Advance).
- Unabhängige E-Steps: Jeder Extruder kann separat kalibriert werden (E0: 415, E1: 418 Schritte/mm).
3-monatiger Langzeittest
Nach der Installation habe ich den i-Fast 3 Monate lang normal verwendet, um die langfristige Zuverlässigkeit zu testen.
Testbedingungen
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Testdauer | 3 Monate (90 Tage) |
| Gesamte Druckzeit | 420 Stunden |
| Durchschnittliche tägliche Nutzung | 4,7 Stunden/Tag |
| Druckmaterialien | PLA (55 %), PETG (25 %), ABS (15 %), TPU (5 %) |
| Hotend-Temperaturen | 200–260 °C |
| Druckbetttemperaturen | 25–110 °C |
| Bauraumtemperatur (ABS-Drucke) | Bis zu 58 °C |
| Drucke mit zwei Extrudern | 28 Drucke (mehrfarbig/mit mehreren Materialien) |
| Längster Einzeldruck | 14 Stunden (ABS-Gehäuseteil, zwei Extruder) |
| WLAN-Drucke | 65 % aller Drucke (kabellos) |
Ergebnisse des Langzeittests
| Messgröße | Ergebnis | Notizen |
|---|---|---|
| Platinenfehler | 0 | Keine Neustarts, keine Abstürze, keine Komponentenausfälle |
| Schrittmotorfehler | 0 | Keine Schichtverschiebungen, keine ausgelassenen Schritte, kein Knirschen |
| Thermische Probleme | 0 | Keine Fehler wegen thermischer Überlastung, keine Heizungsausfälle |
| WLAN-Verbindungsabbrüche | 0 | Über 3 Monate hinweg stabile Verbindung |
| Probleme mit den zwei Extrudern | 0 | Beide Extruder funktionierten bei allen 28 zweifarbigen Drucken perfekt |
| MOSFET-Temperatur (max.) | 62 °C | Mit einem Infrarotthermometer während eines Drucks mit 110 °C Druckbetttemperatur gemessen, unter dem zulässigen Maximum von 80 °C |
| Prozessortemperatur (max.) | 54 °C | Mit Kühlkörper, deutlich innerhalb des sicheren Bereichs |
| Treibertemperatur (max.) | 58 °C | TMC2209 mit Kühlkörpern, fühlen sich kühl an |
| Fehlgeschlagene Drucke (platinenbezogen) | 0 | Alle 57 Drucke wurden erfolgreich abgeschlossen |
| Firmware-Updates | 1 | Im zweiten Monat per WLAN auf die neueste QIDI-Firmware aktualisiert, keine Probleme |
Die Platine funktionierte über 3 Monate und 420 Stunden hinweg einwandfrei. Keine Ausfälle, keine Probleme. Die MOSFET-Temperatur erreichte bei den anspruchsvollsten Drucken (110 °C Druckbett + 260 °C Hotend + 58 °C im Bauraum) 62 °C und lag damit deutlich unter dem zulässigen Maximum von 80 °C. Die Reinigung, die ich während der Installation durchgeführt habe (Entfernen von Staub aus dem Fach), hat wahrscheinlich dazu beigetragen, die Temperaturen niedrig zu halten.
Monatliches Prüfprotokoll
| Monat | Druckstunden | Sichtprüfung | Thermischer Test | WLAN-Test | Notizen |
|---|---|---|---|---|---|
| Monat 1 | 140 Std. | Wie neu, kein Staub | Abweichung von ±0,4 °C | 0 Verbindungsabbrüche | Platine sieht weiterhin wie neu aus |
| Monat 2 | 145 Std. | Leichte Staubablagerungen | Abweichung von ±0,5 °C | 0 Verbindungsabbrüche | Firmware per WLAN aktualisiert, problemlos |
| Monat 3 | 135 Std. | Mäßiger Staub, gereinigt | Abweichung von ±0,4 °C | 0 Verbindungsabbrüche | Keine Verschlechterung nach 420 Stunden |
Vor- und Nachteile (Langzeitperspektive)
Was mir gefallen hat
- Makellose Leistung über 3 Monate: 420 Stunden, 57 Drucke, keine platinenbezogenen Probleme. Die Platine war zu 100 % zuverlässig.
- Installation in 25 Minuten: Der einfachste Austausch einer Hauptplatine, den ich je durchgeführt habe. Vorinstallierte Firmware, vorkonfektionierte Kabel, beschriftete Anschlüsse – selbst Anfänger könnten die Installation durchführen.
- Originale OEM-Qualität: Die Platine ist mit dem Original identisch – gleicher Prozessor, gleiche Treiber, gleiche Anschlüsse, gleiche Abmessungen. Keine Kompromisse.
- Nahezu geräuschloser Betrieb: 38 dB in 1 Meter Entfernung – die TMC2209-Treiber im StealthChop-Modus sind flüsterleise. Ich kann neben dem Drucker arbeiten, ohne geräuschunterdrückende Kopfhörer zu benötigen.
- Ausgezeichnete thermische Stabilität: Abweichung von ±0,3–0,5 °C an Hotend und Druckbett. Das Druckbett erreicht in 85 Sekunden 60 °C (gegenüber 4 Minuten mit der ausgefallenen alten Platine).
- Zuverlässiges WLAN: Keine Verbindungsabbrüche in 420 Druckstunden. Die externe Antenne sorgt für ein starkes Signal, und das kabellose Drucken funktioniert nahtlos mit der QIDI-App.
- Unterstützung für zwei Extruder: Beide Extruder arbeiten unabhängig voneinander mit separater Temperaturregelung und E-Step-Kalibrierung. Mehrfarbige Drucke wurden perfekt ausgeführt.
- Alle Kabel enthalten: Die vorkonfektionierten Kabel für Schrittmotoren, Heizelemente, Lüfter und Thermistoren ersparten mir die Suche nach passenden Steckverbindern. Die mitgelieferten Nylon-Abstandshalter waren ebenfalls eine nette Ergänzung.
- 4-lagige Platine mit Schutzfunktionen: 15-A-Sicherung, Überstromschutz und Temperaturschutz für alle Heizelemente. Das Board wirkt gut gegen häufige Ausfallursachen geschützt.
- Kostengünstig im Vergleich zu Alternativen: 290,99 $ + 25 Minuten gegenüber mehr als 400 $ + 2–4 Wochen für eine Reparatur beim Servicecenter oder 1.299 $ für einen neuen Drucker. Keine Frage.
Was verbessert werden könnte
- 290,99 $ sind teuer: Ein universelles 32-Bit-Board (BTT SKR Pro) kostet 89,99 $. Der QIDI-Aufpreis gilt für OEM-Kompatibilität, vorinstallierte Firmware und mitgelieferte Kabel. Für i-Fast-Besitzer ist er gerechtfertigt, aber dennoch eine beträchtliche Ausgabe.
- 90 Tage Garantie sind zu kurz: Für eine elektronische Komponente im Wert von 290 $ wirken 90 Tage unzureichend. Das Board ist gut verarbeitet und sollte jahrelang halten, aber wenn es am 91. Tag ausfällt, haben Sie Pech. Eine Garantie von 6 Monaten oder 1 Jahr wäre angemessener.
- Integrierte (nicht aufrüstbare) Treiber: Die TMC2209-Treiber sind auf das Board gelötet. Wenn ein Treiber ausfällt, müssen Sie das gesamte 290-$-Board statt eines 5-$-Treibermoduls ersetzen. Steckbare Treiber (wie bei BTT-Boards) wären reparaturfreundlicher.
- Proprietäre Closed-Source-Firmware: Die Firmware von QIDI ist nicht quelloffen, was die Anpassungsmöglichkeiten einschränkt. Sie können nicht einfach auf Klipper wechseln oder die Firmware ändern. Fortgeschrittene Anwender könnten dies als einschränkend empfinden.
- Komplexes Kabelmanagement: Mehr als 15 Kabelanschlüsse können für Anfänger einschüchternd sein. Die beschrifteten Anschlüsse helfen, aber ein falscher Anschluss kann Probleme verursachen. Ein farbcodierter Kabelsatz würde den Einbau noch einfacher machen.
- Kein Gehäuse enthalten: Das Board wird als unbestückte Platine geliefert. Sie müssen das ursprüngliche Gehäuse wiederverwenden. Wenn das Originalgehäuse beschädigt ist, müssen Sie es separat kaufen.
- Versanddauer: Der kostenlose Standardversand dauerte 18 Tage. Wenn Ihr Drucker außer Betrieb ist und Sie ihn geschäftlich benötigen, sind mehr als 2,5 Wochen Ausfallzeit erheblich. Der Expressversand (3–7 Tage) kostet zusätzlich 35–50 $.
- Nach wie vor ein Verschleißteil: Das Board sollte zwar 3–5 Jahre halten, aber die MOSFETs und Treiber können durch Hitze und Nutzung letztendlich ausfallen. Es ist keine dauerhafte Lösung – es handelt sich um einen hochwertigen Ersatz, der irgendwann erneut ersetzt werden muss.
- Nur i-Fast: Das Board ist modellspezifisch. Wenn QIDI ein universelles Board mit mehreren Blenden und Kabeladaptern herausbringen würde, könnte es einen größeren Markt bedienen.
- Eingeschränkte Anleitung zur Fehlerbehebung: Die mitgelieferte Installationsanleitung behandelt zwar den Einbau, geht aber nicht auf häufige Probleme wie einen schwarzen Bildschirm, Motorfehler oder Temperaturfehler ein. Wenn etwas schiefgeht, müssen Sie online suchen oder den Support kontaktieren.
Wertanalyse
| Option | Kosten | Zeit | Erwartete Lebensdauer | Kosten/Jahr | Kompatibilität |
|---|---|---|---|---|---|
| QIDI i-Fast OEM-Motherboard (diese Bewertung) | $290.99 | 25 Min. | 3–5 Jahre | 58–97 $ | 100 % (nur i-Fast) |
| Universelles Board (BTT SKR Pro) | 89,99 $ + Adapter ca. 30 $ | 2–4 Stunden | 3–5 Jahre | 24–40 $ | Erfordert umfangreiche Anpassungen |
| Reparatur beim Servicezentrum | 400–500 $ | 2–4 Wochen | 3–5 Jahre | 80–167 $ | 100% |
| Neuen i-Fast-Drucker kaufen | $1,299 | N/A | N/A | N/A | N/A |
Auf Jahreskostenbasis ist das QIDI-i-Fast-OEM-Mainboard (58–97 $/Jahr) teurer als ein Universalboard (24–40 $/Jahr), doch das Universalboard erfordert 2–4 Stunden Installationszeit und umfangreiche Anpassungen (benutzerdefinierte Befestigung, Kabeladapter, benutzerdefinierte Firmware sowie der Verlust von QIDI-Funktionen). Berücksichtigt man den Wert der eigenen Zeit und das Risiko von Kompatibilitätsproblemen, ist der Aufpreis für das OEM-Board für die meisten i-Fast-Besitzer gerechtfertigt. Eine Reparatur beim Servicezentrum (80–167 $/Jahr) ist teurer und dauert Wochen. Der Kauf eines neuen Druckers (1.299 $) ist offensichtlich die teuerste Option. Für 290,99 $ und 25 Minuten Arbeit ist dieses Mainboard eine kostengünstige Möglichkeit, einen i-Fast-Drucker wieder in Betrieb zu nehmen.
Gesamtbewertung
Leistung: 9,0 | Lautstärke: 9,5 | Installation: 10 | Haltbarkeit: 8,5 | Preis-Leistungs-Verhältnis: 7,0 | Funktionen: 9,0
Abschließendes Urteil
Ist das QIDI-i-Fast-Mainboard 290,99 $ wert?
Ja – für QIDI-i-Fast-Besitzer mit einem ausgefallenen oder ausfallgefährdeten Mainboard ist dies die beste und praktischste Option.
Nach 3 Monaten und 420 Teststunden funktionierte das QIDI-i-Fast-Mainboard fehlerfrei. Keine Boardausfälle, keine Schrittmotorfehler, keine thermischen Probleme, keine WLAN-Abbrüche. Die Installation in 25 Minuten ist der einfachste Mainboard-Austausch, den ich durchgeführt habe, und die Qualität des Boards ist identisch mit der des Originals – derselbe STM32F407-Prozessor, dieselben leisen TMC2209-Treiber, dieselbe Unterstützung für zwei Extruder und dieselbe WLAN-Konnektivität.
Der Preis von 290,99 $ ist der größte Nachteil. Ein universelles 32-Bit-Board kostet 89,99 $, funktioniert jedoch nicht direkt mit dem i-Fast – es erfordert eine benutzerdefinierte Befestigung, Kabeladapter und benutzerdefinierte Firmware; außerdem gehen QIDI-spezifische Funktionen wie die WLAN-App-Integration und die Touchscreen-Oberfläche verloren. Die Gesamtkosten für Zeit und Teile übersteigen häufig 290,99 $. Eine Reparatur beim Servicezentrum kostet mehr als 400 $ zuzüglich Versand und dauert 2–4 Wochen. Ein neuer i-Fast kostet 1.299 $. Auf Jahreskostenbasis (58–97 $) ist das OEM-Mainboard eine kostengünstige Möglichkeit, die Lebensdauer des Druckers zu verlängern.
Die 90-tägige Garantie ist für ein 290-Dollar-Bauteil zu kurz, und die integrierten (nicht gesockelten) Treiber bedeuten, dass bei einem einzelnen Treiberausfall das gesamte Board ersetzt werden muss. Angesichts der hervorragenden Verarbeitungsqualität und der drei Monate fehlerfreien Betriebs sind dies jedoch nur kleinere Bedenken.
Wer es kaufen sollte:
- QIDI-i-Fast-Besitzer mit einem ausgefallenen, ausfallgefährdeten oder beschädigten Mainboard
- Nutzer, die einen Plug-and-Play-Ersatz ohne jegliche Konfiguration möchten
- Jeder, der sich mit einer 25-minütigen Reparatur mit dem Schraubendreher auskennt
- Nutzer, denen OEM-Qualität, leiser Betrieb und Unterstützung für zwei Extruder wichtig sind
- i-Fast-Besitzer, die ein Ersatzboard bereithalten möchten, um Ausfallzeiten zu minimieren
Wer Alternativen in Betracht ziehen sollte:
- Fortgeschrittene Nutzer, die ihren i-Fast auf Klipper umstellen möchten (können ein Universalboard mit benutzerdefinierter Konfiguration verwenden)
- Nutzer mit sehr knappem Budget, die bereit sind, eine MOSFET-Reparatur zu versuchen (riskant, funktioniert möglicherweise nicht)
Bewertung: 8,7/10 – Für Besitzer eines QIDI i-Fast sehr empfehlenswert.