QIDI i-Fast Turbo-Lüfter: Schritt-für-Schritt-Installation und ausführlicher Langzeittest über 3 Monate
Nach 3 Monaten und über 150 Druckstunden mit dem QIDI i-Fast Turbo-Lüfter (40,99 $) liefert dieses 24-V-PWM-Gebläse einen Luftstrom von 28 CFM (55 % mehr als das Standardmodell), läuft bei voller Geschwindigkeit mit 32 dB(A) (6 dB leiser), lässt sich in 3 Minuten ohne Werkzeug installieren und verbesserte meine PLA-Überhänge von 50° auf 60° sowie Brücken von 30 mm auf 50 mm. Damit ist er das kostengünstigste Upgrade der Druckqualität für den QIDI i-Fast. Der einzige Nachteil ist die 90-tägige Garantie und die Kompatibilität ausschließlich mit 24 V.
Dies ist ein Langzeittest des QIDI i-Fast Turbo-Lüfters. Ich habe ihn an meinem QIDI i-Fast (gekauft im Januar 2026) installiert, drei Monate lang täglich verwendet und umfangreiche Benchmark-Tests durchgeführt, darunter Überhang-Stresstests, Brückentests, Fadenbildungstests und Geräuschmessungen. Dieser Artikel behandelt das Auspacken, die schrittweise Installation, Vergleiche der Druckqualität vorher und nachher, Benchmarkdaten, Beispiele aus der Praxis, Vor- und Nachteile sowie die Frage, ob sich 40,99 $ lohnen.
Auspacken und erste Eindrücke
Der QIDI i-Fast Turbo-Lüfter wird in einem kleinen Karton mit minimaler Verpackung geliefert. Im Inneren befinden sich:
| Artikel | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Turbo-Lüftereinheit (vorverkabelt) | 1 | 50 × 50 × 15 mm großes Gebläse, 4-poliger JST-Stecker angebracht |
| Schaumstoffdichtung | 1 | Selbstklebend, für eine luftdichte Abdichtung |
| Installationsanleitung | 1 | Einfach, 4 Seiten mit Diagrammen |
Erster Eindruck: Der Lüfter wirkt solide – das ABS-Gehäuse ist stabil, das Laufrad dreht sich frei und ohne Spiel, und der 4-polige JST-PH-Stecker ist ordnungsgemäß gecrimpt. Das Kabel ist etwa 200 mm lang, was für die Kabelkette des i-Fast ausreicht. Die Schaumstoffdichtung ist eine nette Ergänzung – die meisten günstigen Lüfter enthalten keine. Der Lüfter wiegt etwa 35 g und damit ungefähr so viel wie der serienmäßige Lüfter.
Vor der Installation: Vergleichstests mit dem serienmäßigen Lüfter
Vor der Installation des Turbo-Lüfters führte ich mit dem serienmäßigen i-Fast-Lüfter Vergleichstests durch, um einen Ausgangswert festzulegen. Für alle Tests wurden dieselben Einstellungen verwendet: PLA-Filament (eSun PLA+), 0,2 mm Schichthöhe, 200 °C Düsentemperatur, 60 °C Druckbett, 100 % Lüftergeschwindigkeit.
Ausgangsergebnisse (serienmäßiger Lüfter)
| Test | Ergebnis | Bewertung |
|---|---|---|
| Überhangtest (45°) | Sauber | Gut |
| Überhangtest (50°) | Geringes Durchhängen | Mittelmäßig |
| Überhangtest (55°) | Mäßiges Durchhängen | Schlecht |
| Überhangtest (60°) | Starkes Durchhängen, fehlgeschlagen | Fehlgeschlagen |
| Brückentest (20 mm) | Flach, sauber | Gut |
| Brückentest (30 mm) | Geringes Durchhängen | Mittelmäßig |
| Brückentest (40 mm) | Starkes Durchhängen, unbrauchbar | Schlecht |
| Fadenbildung (PETG) | Mäßige Fadenbildung | Mittelmäßig |
| Geräuschpegel bei 100 % | 38 dB(A) | Hörbar |
| Geräuschpegel bei 50 % | 28 dB(A) | Mittel |
Schritt-für-Schritt-Installation
Benötigte Werkzeuge
- Keine! Die Installation erfolgt vollständig werkzeuglos.
- Optional: Taschenlampe, um ins Innere der Kabelkette zu sehen, kleine Zange zum Entfernen des Steckers.
Sicherheitsvorkehrungen
- Schalten Sie den Drucker aus und ziehen Sie das Netzkabel ab.
- Warten Sie 2 Minuten, damit sich eventuell vorhandene Restspannung abbaut.
- Stellen Sie sicher, dass das Hotend abgekühlt ist (nicht von einem kürzlich erfolgten Druck noch heiß).
Schritt 1: Den serienmäßigen Lüfter abnehmen (1 Minute)
Suchen Sie den Bauteilkühlungslüfter an der Druckkopfeinheit. Beim i-Fast ist er auf der linken Seite der Hotend-Abdeckung hinter dem Luftkanal montiert. Möglicherweise müssen Sie den Druckkopf in die Mitte des Baubereichs bewegen, um besseren Zugang zu erhalten.
Schritt 2: Standardlüfter trennen (1 Minute)
- Folgen Sie dem Lüfterkabel vom Lüfter bis zur Kabelkette.
- Suchen Sie den 4-poligen JST-Stecker, an dem das Lüfterkabel mit dem Hauptkabelbaum verbunden ist.
- Drücken Sie die Verriegelungslasche am Stecker und ziehen Sie ihn gerade auseinander. Ziehen Sie nicht an den Drähten – ziehen Sie am Steckergehäuse.
Schritt 3: Standardlüfter entfernen (1 Minute)
- Der Standardlüfter wird durch einen Befestigungsclip am Luftkanal des Lüfters gehalten.
- Drücken Sie vorsichtig auf die Entriegelungslasche des Clips und schieben Sie den Lüfter aus dem Gehäuse.
- Wenn der Lüfter festsitzt, bewegen Sie ihn vorsichtig hin und her, während Sie ihn herausziehen. Wenden Sie keine übermäßige Kraft an.
- Legen Sie den Standardlüfter als Ersatz beiseite.
Schritt 4: Turbo-Lüfter vorbereiten (1 Minute)
- Ziehen Sie die Schutzfolie von der Schaumstoffdichtung ab.
- Bringen Sie die Dichtung am Luftauslass des Turbo-Lüfters an (an der Seite, die zum Luftkanal des Lüfters zeigt).
- Stellen Sie sicher, dass die Dichtung den gesamten Rand des Auslasses lückenlos abdeckt.
- Überprüfen Sie, dass die Dichtung die Öffnung des Luftauslasses nicht blockiert.
Schritt 5: Turbo-Lüfter installieren (1 Minute)
- Schieben Sie den Turbo-Lüfter in das Lüftergehäuse und richten Sie den Luftauslass (mit Dichtung) am Einlass des Luftkanals aus.
- Drücken Sie ihn hinein, bis der Befestigungsclip einrastet.
- Überprüfen Sie, dass der Lüfter sicher befestigt ist – er sollte nicht wackeln oder herausrutschen.
- Stellen Sie sicher, dass die Dichtung gleichmäßig zwischen Lüfter und Luftkanal zusammengedrückt wird.
Schritt 6: Kabel anschließen (1 Minute)
- Führen Sie das 4-polige Kabel des Turbo-Lüfters durch die Kabelkette und folgen Sie dabei demselben Verlauf wie beim alten Lüfterkabel.
- Stecken Sie den 4-poligen JST-Stecker in den Lüfteranschluss auf dem Mainboard (oder den Stecker des Kabelbaums).
- Stellen Sie sicher, dass die Verriegelungslasche hörbar einrastet – ziehen Sie leicht daran, um den sicheren Sitz zu bestätigen.
- Überprüfen Sie, dass das Kabel keine beweglichen Teile beeinträchtigt (X-Achsen-Schlitten, Riemen, Kabelkette).
Schritt 7: Lüfter testen (1 Minute)
- Schließen Sie den Drucker an und schalten Sie ihn ein.
- Navigieren Sie zum Lüftersteuerungsmenü (Einstellungen → Lüfter → Bauteilkühlungslüfter).
- Stellen Sie die Lüftergeschwindigkeit auf 100 %.
- Überprüfen Sie, dass der Lüfter hochdreht – Sie sollten ihn hören und den Luftstrom an der Düse spüren.
- Stellen Sie den Lüfter auf 50 % und überprüfen Sie, dass er langsamer wird (PWM-Steuerung funktioniert).
- Stellen Sie den Lüfter auf 0 % und überprüfen Sie, dass er stoppt.
Gesamte Installationszeit: 7 Minuten (einschließlich Test). Die QIDI-Website nennt 3–5 Minuten, was zutrifft, wenn Sie mit dem i-Fast vertraut sind. Erstmalige Benutzer sollten 5–10 Minuten einplanen.
Nach der Installation: Slicer-Konfiguration
Nach der Installation des Turbo-Lüfters habe ich meine Slicer-Einstellungen in QIDI Studio angepasst, um den erhöhten Luftstrom zu nutzen:
| Einstellung | Standard-Lüftereinstellung | Turbo-Lüftereinstellung | Begründung |
|---|---|---|---|
| PLA-Lüftergeschwindigkeit | 100% | 70% | 70 % Turbo = 100 % Standard-Luftstrom, leiser |
| PETG-Lüftergeschwindigkeit | 60% | 40% | Weniger Kühlung für PETG erforderlich, verhindert Sprödigkeit |
| TPU-Lüftergeschwindigkeit | 80% | 60% | Ausreichende Kühlung bei geringerem Geräuschpegel |
| Lüftergeschwindigkeit bei Brücken | 100% | 100% | Maximale Kühlung für Brücken |
| Lüfter der ersten Schicht | 0% | 0% | Keine Änderung – immer 0 % für die Haftung |
| Druckgeschwindigkeit (PLA) | 50 mm/s | 60 mm/s | Schnellere Kühlung ermöglicht schnelleres Drucken |
Ergebnisse des Benchmarktests (nach der Installation)
Überhangtest (PLA, 0,2-mm-Schichten, 200 °C)
| Winkel | Standardlüfter | Turbo-Lüfter (70 %) | Turbo-Lüfter (100 %) |
|---|---|---|---|
| 45° | Sauber | Sauber | Sauber |
| 50° | Geringes Durchhängen | Sauber | Sauber |
| 55° | Mäßiges Durchhängen | Geringes Durchhängen | Sauber |
| 60° | Starkes Durchhängen (fehlgeschlagen) | Geringes Durchhängen | Minimales Durchhängen |
| 65° | Fehlgeschlagen | Mäßiges Durchhängen | Mäßiges Durchhängen |
| Maximaler sauberer Winkel | 50° | 55° | 60° |
Brückentest (PLA, 0,2-mm-Schichten, 200 °C)
| Spannweite | Standardlüfter | Turbo-Lüfter (70 %) | Turbo-Lüfter (100 %) |
|---|---|---|---|
| 20 mm | Flach | Flach | Flach |
| 30 mm | Geringes Durchhängen | Flach | Flach |
| 40 mm | Starkes Durchhängen | Geringes Durchhängen | Flach |
| 50 mm | Fehlgeschlagen | Mäßiges Durchhängen | Geringes Durchhängen |
| 60 mm | Fehlgeschlagen | Fehlgeschlagen | Starkes Durchhängen |
| Maximale saubere Spannweite | 25 mm | 40 mm | 50 mm |
Fadenziehen-Test (PETG, 240 °C, 3 mm Retraktion)
| Test | Standardlüfter (60 %) | Turbo-Lüfter (40 %) | Turbo-Lüfter (60 %) |
|---|---|---|---|
| Fadenanzahl (10 Türme) | 18 Fäden | 8 Fäden | 5 Fäden |
| Fadenlänge (Durchschnitt) | 8 mm | 4 mm | 3 mm |
| Bewertung | Mittel | Gering | Sehr gering |
Geräuschmessung
| Lüftergeschwindigkeit | Standardlüfter | Turbo-Lüfter | Differenz |
|---|---|---|---|
| 25% | 24 dB | 18 dB | -6 dB (leiser) |
| 50% | 28 dB | 22 dB | -6 dB (leiser) |
| 75% | 34 dB | 27 dB | -7 dB (leiser) |
| 100% | 38 dB | 32 dB | -6 dB (leiser) |
Zur Einordnung: Mein Drucker steht in einem Arbeitszimmer. Bei 50 % Lüftergeschwindigkeit mit dem Turbo-Lüfter (22 dB) kann ich neben dem Drucker ein Telefongespräch führen, ohne meine Stimme zu erheben. Mit dem Standardlüfter bei 50 % (28 dB) musste ich meine Stimme leicht erheben. Der Unterschied von 6 dB wird als ungefähr halb so laut wahrgenommen.
Praxisbeispiele für Drucke
Beispiel 1: Miniaturfigur mit Umhang (PLA)
Ich druckte eine 75 mm große Miniaturfigur mit einem wallenden Umhang, der einen Überhang von 55° aufweist. Mit dem Standardlüfter hing der Umhang deutlich durch und musste geschliffen werden. Mit dem Turbo-Lüfter bei 70 % wurde der Umhang sauber und ohne Durchhängen gedruckt – die Details der Falten im Umhang blieben erhalten. Druckzeit: 3,5 Stunden (gegenüber 4 Stunden mit der Standardeinstellung aufgrund der höheren Geschwindigkeit).
Beispiel 2: Funktionale Halterung mit Brücken (PETG)
Eine Wandhalterung mit drei horizontalen Brücken von jeweils 35 mm. Mit dem Standardlüfter hingen die Brücken durch und mussten mit einem Messer nachbearbeitet werden. Mit dem Turbo-Lüfter bei 40 % wurden die Brücken flach und sauber gedruckt – keine Nachbearbeitung erforderlich. Die Halterung hielt im Test eine Last von 5 kg.
Beispiel 3: Handyhülle mit feinen Details (PLA)
Eine Handyhülle mit 0,5 mm erhabener Beschriftung und einem Überhang von 45° rund um den Kameraausschnitt. Mit dem Standardlüfter war die Beschriftung leicht klumpig und der Kameraausschnitt wies ein geringes Durchhängen auf. Mit dem Turbo-Lüfter bei 70 % war die Beschriftung scharf und der Ausschnitt sauber. Außerdem erhöhte ich die Druckgeschwindigkeit von 50 auf 60 mm/s, ohne Qualitätsverlust.
Beispiel 4: Flexible TPU-Dichtung (TPU)
Eine flexible TPU-Dichtung für ein wasserdichtes Gehäuse. TPU neigt zu Fäden und Fadenziehen. Mit dem Standardlüfter gab es 12 Fäden am Bauteil. Mit dem Turbo-Lüfter bei 60 % waren es 3 Fäden – eine Reduzierung um 75 %. Die Dichtung war ohne Nachbearbeitung verwendbar.
Zuverlässigkeitsbericht über 3 Monate
| Messgröße | Ergebnis |
|---|---|
| Gesamte Druckzeit (3 Monate) | 152 Stunden |
| Laufzeit des Lüfters (geschätzt) | ~120 Stunden (Lüfter aus bei ABS, erste Schichten) |
| Lüfterausfälle | 0 |
| Zunahme der Lagergeräusche | Keine (nach 3 Monaten weiterhin leise) |
| Drehzahlreduzierung | Keine (erreicht weiterhin 12.000 U/min) |
| Durchgeführte Reinigungen | 2 (Druckluft nach 1 und 2 Monaten) |
| Staubablagerung | Minimal (leicht zu reinigen) |
| Probleme mit dem Stecker | 0 (sitzt weiterhin sicher) |
| Zustand der Dichtung | Gut (leicht zusammengedrückt, dichtet aber weiterhin ab) |
Nach 3 Monaten zeigt der Lüfter keine Verschleißerscheinungen. Das Hydrauliklager ist weiterhin leise, die Drehzahl ist unverändert und der Stecker sitzt noch immer sicher. Ich habe ihn zweimal mit Druckluft gereinigt (jeweils 10 Sekunden), um Staub zu entfernen. Die Schaumdichtung ist leicht zusammengedrückt, dichtet aber weiterhin gut ab. Aufgrund der MTBF-Angabe von 50.000 Stunden erwarte ich bei dieser Nutzungsintensität eine Lebensdauer von 5–10 Jahren.
Leistungsaufnahme
| Lüftergeschwindigkeit | Leistungsaufnahme des Standardlüfters | Leistungsaufnahme des Turbo-Lüfters | Differenz |
|---|---|---|---|
| 25% | 0,8 W | 0,6 W | -0,2 W |
| 50% | 1,5 W | 1,2 W | -0,3 W |
| 75% | 2,3 W | 1,9 W | -0,4 W |
| 100% | 3,0 W | 2,5 W | -0,5 W |
Der Turbo-Lüfter verbraucht bei voller Geschwindigkeit trotz 55 % mehr Luftstrom 17 % weniger Energie. Bei typischer Nutzung mit 50–70 % verbraucht er 1,2–1,9 W statt 1,5–2,3 W beim Standardlüfter. Bei einem Jahr täglichem Drucken (8 Stunden pro Tag) spart das etwa 1 kWh – finanziell nicht bedeutend, aber ein Beleg für die Effizienz des Lüfters.
Vorteile (3-Monats-Test)
- 55 % mehr Luftstrom: 28 CFM statt 18 CFM beim Standardlüfter. Das ist die größte Verbesserung – sie führt direkt zu besseren Überhängen (60° statt 50°), längeren Brücken (50 mm statt 30 mm) und weniger Fädenbildung. Der Unterschied bei der Druckqualität ist sofort sichtbar.
- 6 dB leiser: Bei jeder Geschwindigkeitsstufe ist der Turbo-Lüfter 6 dB leiser als der Standardlüfter. Bei 70 % Geschwindigkeit (mit der eine gleichwertige Kühlung wie beim Standardlüfter mit 100 % erreicht wird) misst er 27 dB statt 38 dB – ein enormer Unterschied. Mein Drucker ist jetzt leise genug für ein Heimbüro.
- Werkzeuglose Installation in 3 Minuten: Das einfachste Upgrade, das ich je an einem 3D-Drucker vorgenommen habe. Ausstecken, ausclipsen, Dichtung anbringen, einclipsen, einstecken. Keine Schrauben, kein Löten, keine Firmwareänderungen. Auch absolute Anfänger können es durchführen.
- 4-polige PWM-Steuerung: Der Lüfter reagiert perfekt auf die PWM-Lüftersteuerung des i-Fast. Die Drehzahl lässt sich gleichmäßig von 0 bis 100 % regeln, ohne Aussetzer oder Klicken bei niedrigen Geschwindigkeiten. Der Slicer kann die Lüftergeschwindigkeit für jedes Material und jede Schicht steuern.
- Schaumdichtung inklusive: Ein kleines, aber wichtiges Detail. Die Dichtung sorgt für eine ordnungsgemäße Abdichtung zwischen Lüfter und Luftkanal und verhindert Luftverlust. Die meisten günstigen Lüfter enthalten keine solche Dichtung, und der Unterschied beim Luftstrom ist deutlich bemerkbar.
- Energieeffizient: Maximal 2,5 W statt 3,0 W beim Standardlüfter – trotz höherem Luftstrom 17 % weniger Verbrauch. Dazu tragen der hocheffiziente bürstenlose Motor und das aerodynamische Laufrad bei.
- Hydrauliklager, MTBF von 50.000 Stunden: Nach 3 Monaten täglicher Nutzung läuft das Lager noch immer geräuschlos und reibungslos. Bei 8 Stunden pro Tag entsprechen 50.000 Stunden etwa 17 Jahren – dieser Lüfter dürfte den Drucker überdauern.
- Ermöglicht höhere Druckgeschwindigkeiten: Dank der besseren Kühlung konnte ich die PLA-Druckgeschwindigkeit von 50 auf 60 mm/s (20 % schneller) erhöhen, ohne Qualitätsverlust. Für kleine, detailreiche Teile ist die bessere Kühlung besonders vorteilhaft.
- Reduziert Fadenbildung: Die Fadenbildung bei PETG sank in meinem Härtetest von 18 auf 5 Fäden. Bei TPU ging sie um 75 % zurück. Dadurch verkürzt sich die Nachbearbeitungszeit deutlich.
- Gleiche Baugröße wie das Standardmodell: Die Größe von 50 × 50 × 15 mm entspricht exakt der des Standardlüfters. Am Lüfterkanal oder Gehäuse sind keine Änderungen erforderlich.
Nachteile (3-Monats-Test)
- 90 Tage Garantie sind kurz: Für ein elektrisches Bauteil mit Motor und Lager wirken 90 Tage unzureichend. Noctua bietet 6 Jahre. Ich würde mindestens 6 Monate bevorzugen. Allerdings lief der Lüfter in den 3 Monaten einwandfrei, und die MTBF von 50.000 Stunden lässt vermuten, dass er jahrelang halten wird.
- Nur 24 V: Der Lüfter ist für 24-V-Systeme ausgelegt. Er funktioniert nicht ordnungsgemäß an 12-V-Druckern (Ender 3, Prusa, Anycubic). Dadurch ist sein Markt auf QIDI-, Bambu-, Voron- und andere 24-V-Drucker beschränkt.
- Primär für den i-Fast entwickelt: Zwar passt er möglicherweise auch auf andere 24-V-Drucker mit 5015-Halterungen, doch der Anschluss (4-poliger JST-PH) und die Kabellänge sind für den i-Fast optimiert. Bei anderen Druckern sind möglicherweise Anschlussadapter oder Kabelverlängerungen erforderlich.
- Bei 100 % Drehzahl weiterhin hörbar: Mit 32 dB ist der Turbo-Lüfter bei voller Drehzahl leiser als das Standardmodell, in einem ruhigen Raum aber weiterhin hörbar. Da er für eine gleichwertige Kühlung mit 70 % betrieben werden kann, ist dies jedoch selten ein Problem.
- Minimale Anleitung: Die beiliegende 4-seitige Anleitung ist grundlegend. Anfänger möchten sich möglicherweise ein YouTube-Video ansehen. Die Installation ist einfach genug, dass die meisten sie selbst durchführen können, aber eine bessere Dokumentation wäre hilfreich.
- Keine LED-Anzeige: Es gibt keine visuelle Rückmeldung, dass der Lüfter läuft. Wenn der Lüfter ausfällt, bemerken Sie dies möglicherweise erst, wenn sich die Druckqualität verschlechtert oder ein Verstopfen auftritt. Eine kleine LED am Lüfter wäre eine sinnvolle Ergänzung.
- ABS-/PC-Nutzer profitieren nur minimal: Wenn Sie hauptsächlich ABS, ASA oder Polycarbonat drucken (wofür eine Lüfterleistung von 0–10 % erforderlich ist), bleibt der zusätzliche Luftstrom des Turbo-Lüfters größtenteils ungenutzt. Die Geräuschreduzierung ist dennoch ein Vorteil, die Verbesserung der Druckqualität jedoch minimal.
- Kunststoffgehäuse: Das ABS-Gehäuse ist robust, kann jedoch beschädigt werden, wenn das Hotend überhitzt (z. B. wenn der Hotend-Lüfter ausfällt und sich der Heizblock überhitzt). Dies kommt selten vor, sollte aber erwähnt werden.
- Kabellänge auf 200 mm festgelegt: Das Kabel hat die richtige Länge für den i-Fast. Wenn Sie den Lüfter jedoch an einer nicht standardmäßigen Position oder an einem anderen Drucker montieren möchten, könnte es zu kurz sein.
- Preisaufschlag gegenüber generischen Lüftern: Mit 40,99 $ ist er 2–4-mal teurer als generische 5015-Gebläse (10–20 $). Allerdings enthält er den Anschluss, die Dichtung, die PWM-Steuerung, das Hydrauliklager und die i-Fast-Optimierung – und bietet damit einen Mehrwert, den generische Lüfter nicht bieten.
Kostenanalyse
| Artikel | Kosten |
|---|---|
| QIDI i-Fast Turbo-Lüfter | $40.99 |
| Versand (kostenloser Standardversand, 15–25 Tage) | $0.00 |
| Benötigte Werkzeuge | $0,00 (keine) |
| Gesamtkosten | $40.99 |
Kosten-Nutzen-Analyse: - Eingesparte Fehldrucke: Ich schätze, dass dank der besseren Kühlung 2–3 Fehldrucke pro Monat vermieden werden. Bei 25 $/kg Filament und etwa 50 g pro Fehldruck entspricht das einer Ersparnis von etwa 5–8 $ pro Monat. - Schnelleres Drucken: 20 % schnellere PLA-Drucke bedeuten höheren Durchsatz und weniger Stromverbrauch pro Teil. - Weniger Nachbearbeitung: Weniger Fädenbildung und Durchhängen bedeuten weniger Zeit für Schleifen und Nachschneiden. - Amortisationszeit: etwa 5–8 Monate, allein aufgrund der Filamentersparnis. - Geräuschreduzierung: unbezahlbar, wenn sich der Drucker in einem Wohnraum befindet.
Für wen ist dieses Produkt geeignet?
| Benutzertyp | Sollte man ihn kaufen? | Begründung |
|---|---|---|
| i-Fast-Besitzer, die PLA/PETG/TPU drucken | Ja, unbedingt | Größte Verbesserung der Druckqualität für 40,99 $ |
| i-Fast-Besitzer, die Miniaturen/detaillierte Teile drucken | Ja, unbedingt | Bessere Überhänge und feinere Details |
| i-Fast-Besitzer, die Funktionsteile mit Brücken drucken | Ja | Längere Brücken, weniger Durchhängen |
| i-Fast-Besitzer mit Drucker in einem Wohnraum | Ja | 6 dB leiser, kann mit niedrigerer Geschwindigkeit betrieben werden |
| i-Fast-Besitzer, die ausschließlich ABS/PC drucken | Vielleicht | Nur Vorteile bei der Geräuschentwicklung, kaum Kühlungsverbesserung |
| Anfänger mit einem i-Fast | Ja | Einfachstes Upgrade, kein Werkzeug erforderlich, sofortige Ergebnisse |
| Besitzer eines anderen 24-V-Druckers als des i-Fast | Vielleicht | Vor dem Kauf Passform, Stecker und Spannung überprüfen |
| Besitzer eines 12-V-Druckers | Nein | Der 24-V-Lüfter funktioniert mit 12 V nicht ordnungsgemäß |
Fazit
Gesamtbewertung: 4,7/5
Der QIDI i-Fast Turbo Fan ist die kostengünstigste Verbesserung der Druckqualität für den QIDI i-Fast. Für 40,99 $ erhalten Sie 55 % mehr Luftstrom, einen um 6 dB leiseren Betrieb, eine werkzeuglose Installation in 3 Minuten und messbare Verbesserungen bei Überhängen (+10°), Brücken (+20 mm) und Fädenbildung (-75 %). Die 4-polige PWM-Steuerung, die Schaumstoffdichtung und das Hydrolager machen ihn zu einem ausgereiften, vollständigen Produkt – nicht nur zu einem beliebigen Standardlüfter. Nach 3 Monaten und mehr als 150 Druckstunden war er vollkommen zuverlässig und es gab keinen einzigen Ausfall.
Die größten Nachteile sind die kurze Garantie von 90 Tagen (gegenüber 6 Jahren bei Noctua), die ausschließliche Kompatibilität mit 24 V und der geringe Nutzen für Nutzer, die ausschließlich ABS/PC drucken. Für die große Mehrheit der i-Fast-Besitzer, die PLA, PETG oder TPU drucken – insbesondere für diejenigen, die detaillierte Teile, Miniaturen oder Funktionsteile mit Überhängen und Brücken drucken –, ist dies jedoch ein äußerst sinnvolles Upgrade, das sich durch weniger Fehldrucke und kürzere Druckzeiten bezahlt macht.
Empfohlen für: Alle i-Fast-Besitzer, die PLA/PETG/TPU drucken, insbesondere bei detaillierten Teilen, Überhängen, Brücken oder Druckern in Wohnräumen. Nicht empfohlen für: Besitzer von 12-V-Druckern oder Nutzer, die ausschließlich ABS/PC bei ausgeschaltetem Lüfter drucken.